„Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben. Dieser Gedanke kann nicht genügend betont werden.“ (W.I. Lenin, Was Tun?)

Dieser Einsicht folgend wollen wir nicht nur praktischen Antifaschismus betreiben, sondern uns auch mit Faschismustheorien auseinandersetzen. Zu diesem Zweck lesen und diskutieren wir regelmäßig kollektiv und solidarisch Texte. In unserem aktuellen Lesekreis beschäftigen wir uns mit folgenden Themen:

GRUNDLAGEN
1. Einführung: Entwicklung der Diskussion in der BRD, Strukturelemente und Ursachen
Strukturelemente: Kühnl, R. (1983): Der Faschismus. S.99ff.
Diskurs in der BRD: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.307-323.

2. Neofaschismus: Versuch einer Typologisierung
Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.301-307.

3. Ursachen und Herrschaftsstruktur am Beispiel des italienischen Faschismus
Theorietext: Seton-Watson (1967): Italy from Liberalism to Fascism 1870-1925
Sekundärliteratur: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.44-49.

AUSWÄHLTE THEORIEN
4. Faschismus als Diktatur des Monopolkapitals und die Rolle der Arbeiter_innenklasse
Theorietexte: Dimitroff, G. (1935): Arbeiterklasse gegen Faschismus.
Gossweiler, K. (1988) Aufsätze zur Faschismus, Band II. S. 439-467.
Sekundärliteratur: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.233-264.

5. Faschismus als Produkt nationaler Besonderheiten
Sekundärliteratur: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.77-97.

6. Faschismus als terroristische Herrschaftsform des Kapitals
Theorietext: http://www.marxists.org/deutsch/archiv/zetkin/1923/06/faschism.htm

7. Die soziale Basis faschistischer Bewegungen und die Rolle der Mittelklasse
Sekundärliteratur: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.98-121 (soziologisch)
ergänzend: Kühnl, R. (1990): Faschismustheorien. S.121-134 (psychologisch)

8. Antisemitismus und „Nationalsozialismus“
Postone, M. (2005): Deutschland, die Linke und der Holocaust. S.165-194.

REFLEKTION
9. Kritik an „bürgerlichen“ Faschismustheorien und am Totalitarismusbegriff

10. Feedbackrunde

Den Ort sowie weitere Infos plus alle Texte erhaltet Ihr nach der Anmeldung per Mail. Deshalb schreibt uns bei Interesse einfach (wenn möglich mit eurem PGP-Schlüssel) an antifaaufbautue@gmail.com. Selbstverständlich ist es auch möglich erst später einzusteigen oder nur an bestimmten Sitzungen teilzunehmen, wir empfehlen aber, von Anfang an dabei zu sein.