Archiv der Kategorie 'antira'

[S]: Antifaschismus ist und bleibt legitim!

Vor dem Stuttgarter Amtsgericht soll am 5. Juli 2013 der Prozess gegen einen Antifaschisten stattfinden. Ihm wird vorgeworfen am 30. Juli eine Tränengasgranate in eine NPD-Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt geworfen zu haben, so dass die Kundgebung der Faschisten daraufhin für mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Die weinenden Nazis sind für die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Anlass genug dem Antifaschisten unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz den Prozess zu machen. Die Konsequenzen der menschenverachtenden Politik der Nazis spielen in diesen Erwägungen anscheinend keine Rolle.

Einmal mehr zeigt sich, dass diejenigen, die sich engagiert gegen die Gefahr von rechts einsetzten, staatlicher Repression ausgesetzt sind, während Nazis ungestört und unter Polizeischutz ihre rassistische Hetze verbreiten können. Das werden wir nicht hinnehmen!

Mehr Infos zur antifaschistischen Kundgebung und Prozessbegleitung findet Ihr beim Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS).

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08:00 Antifaschistische Kundgebung (Ecke Kronprinzstraße/ Büchsenstraße)
08:45 Prozessbeobachtung im Amtsgericht Stuttgart

[TÜ]: Befreiungs-Party in der Schelling-Hausbar am 08.05.

08. Mai – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Der deutsche Faschismus war verantwortlich für die bisher größte Katastrophe in der Geschichte der Menschheit. Am 08. Mai 1945 hatte die faschistische Terrorherrschaft endlich ein Ende. Die Rote Armee hatte Berlin erobert und die Nazis waren zur Kapitulation gezwungen. Deshalb ist der 08.Mai für uns heute ein Tag, an dem wir das Ende des deutschen Faschismus feiern, aber auch ein Tag, an dem wir all jener gedenken wollen, die im Kampf gegen den Faschismus gefallen sind: den Kämpfer_innen in der Roten Armee, der Résistance, europaweit bei unzähligen Partisanenverbänden und bei den Alliierten sowie bei den Interbrigaden während des spanischen Bürgerkrieges.

Wir wollen am 08. Mai 2013 gemeinsam mit Euch in der Schellingstraße die Befreiung vom deutschen Faschismus feiern.
20:00 Vegan Barbecue
21:00 Hardcore Punk Konzert (Sullen Walk und Hidden Society)
23:00 Communist Beats
(Ein ausführlicherer Text folgt in Kürze.)

[WÜ]/ [FFM]: Den 1.Mai nicht den Nazis überlassen!

Am 1. Mai 2013 wollen Nazis unter anderem in Frankfurt/Main und Würzburg aufmarschieren. Nach Frankfurt wird vor allem aus dem Umfeld der NPD mobilisiert, während in Würzburg vor allem Kameradschaften aus dem Umfeld des Freien Netzes Süd (FNS) marschieren wollen.

Beide Nazi-Mobilisierungen eint der Versuch, den 1. Mai als traditionellen Kampftag der Arbeiter_innenbewegung zu vereinnahmen. Zugleich versuchen NPD und Freie Kräfte von der europäischen Verarmungs- und Krisenpolitik und den sozialen Abstiegsängsten der Menschen zu profitieren, indem sie völkische Kapitalismuskritik in den Mittelpunkt rücken.

Die Nazis bemühen hierbei unter anderem nationalistische Demagogie (politische Hetze) und antisemitische Stereotype, um den Kapitalismus als eine Verschwörung darzustellen, die sich gegen die sogenannten „deutschen Interessen“ richtet. Dabei inszenieren sie sich als die einzige aufbegehrende und „volksnahe“ Alternative der aktuellen Politik und Gesellschaftsordung mit dem Ziel, die seit einigen Jahren wieder vermehrt stattfindende gesellschaftliche Auseinandersetzung um das kapitalistische System völkisch zu besetzen. Dabei übernimmt die NPD die BILD Schlagzeile der „Pleitegriechen“, die auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft Anklang findet.

Dieser Antikapitalismus von rechts versucht an das Alltagsempfinden der Menschen anzuknüpfen, um sie für seine menschenverachtende Ziele zu vereinnahmen. Damit verknüpft sind Eckpfeiler der rechten Weltanschauung, wie beispielsweise die sexistische Reduzierung der Frau auf ihre Rolle als Mutter und Hausfrau und den Ausschluss von Menschen, die nicht in ihr biologistisches und rassistisches Weltbild passen.

Die Forderungen des völkischen Antikapitalismus bedeuten in der Praxis für viele Menschen gesteigerter gesellschaftlicher Ausschluss und verschärfte Ausbeutung und Unterdrückung in allen Lebensbereichen.

Die tödlichen Konsequenzen dieser Ideologie führten in der deutschen Geschichte schon in die industriellen Vernichtung von Menschen. Seit dem Bekanntwerden der NSU Mordserie ist ihre alarmierende Aktualität und Gefahr – trotz alltäglichem und behördlichem Rassismus – in weitere Teile der Öffentlichkeit vorgedrungen.

Wir rufen dazu auf, den Nazis und ihren faschistischen „Krisenlösungen“ entschieden entgegenzutreten – Der menschenverachtenden Ideologie und ihren VertreterInnen keinen Meter!

[TÜ]: Freiheit für Deno!

freedeno

Seit dem 21. April 2012 sitzt der Stuttgarter Antifaschist Deniz K. in Nürnberg im Knast. Wie einem tueinfo.org-Bericht zu entnehmen ist, haben Tübinger Antifaschist_innen am Jahrestag seiner Inhaftierung die Stadt verschönert mit Parolen, die die sofortige Freilassung unseres Genossen fordern.


Gegen Bullenstaat und Klassenjustiz!
Antifaschismus bleibt legitim!
Deniz‘e özgürlük!

[S]: Blockaden im Wandel der Zeit


Antifaschistische Blockadeversuche in Pforzheim 2013

Die Genoss_innen von der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Stuttgart haben einen sehr lesenswerten Text über das Blockadekonzept und dessen Umsetzung in Pforzheim 2013, Göppingen 2012 und Heilbronn 2011 geschrieben. Den kompletten Text findet Ihr hier.

[M]: Auf nach München zur bundesweiten Antira- und Antifademo am 13. April!

Morgen findet in München eine bundesweite Antira- und Antifademo statt, anlässlich des Prozessauftakts gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier Unterstützer in München am 17. April. Auch aus Tübingen wird ein Bus nach München fahren, der inzwischen komplett ausgebucht ist!

Für alle Mitfahrer_innen, die nicht bei der Info- und Mobilisierungsveranstaltung am 04. April im Klubhaus dabei sein konnten gibt es hier noch einmal Infos zur Route und zum Charakter der Demo.

Wir freuen uns auf eine kämpferische Demo mit Euch.

Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus!
Verfassungsschutz abschaffen!

[TÜ]: Am 04.04. Info- und Mobiveranstaltung zur NSU-Demo in München

Über einen Zeitraum von dreizehn Jahren verübten deutsche Faschisten unter den Augen des Staates neun Morde aus rassistischen Motiven. Am 17.04. beginnt in München nun der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier NSU-Unterstützer. Am Samstag davor wird es eine bundesweite antifaschistische und antirassistische Großdemonstration in München geben, zu der auch aus Tübingen ein Bus fährt.
Wir haben Genoss_innen aus München eingeladen, die von den Vorbereitungen der Demo und ihrer politischen Arbeit zum NSU-Prozess berichten werden.

Veranstalter_innen sind VVN/ BdA Tübingen und AFA (Aufbau) Tübingen.

04. April /// 19:30 Uhr /// Kleiner Saal – Klubhaus (Wilhelmstr.30, Tübingen)

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Bei der Veranstaltung werden auch Karten für den Tübinger Bus nach München verkauft.

[WN]: Antifaschistische Demo am 06.April in Schorndorf

[M]: Der Buskartenverkauf hat angefangen!

Seit heute könnt ihr bei uns Busfahrkarten für die gemeinsame Fahrt zur bundesweiten antifaschistischen und antirassistischen Demo am 13.04. nach München kaufen. Ihr könnt uns dazu entweder eine Mail (antifaaufbautue [ät] gmail [dot] com) schreiben, uns am Mittwoch in der Hausbar in der Schelling ansprechen oder am 04.04. zu unserer gemeinsamen Mobilisierungsveranstaltung im Kleinen Saal im Klubhaus (Wilhelmstr. 30, Tübingen) mit der VVN/ BdA kommen, bei der auch Münchner Genoss_innen zu Gast sein werden. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr.
Die Karten kosten regulär 15 Euro. Wer kein/ nur weniger Geld hat, kommt selbstverständlich trotzdem mit, über großzügige Spenden wohlhabenderer Genoss_innen freuen wir uns ebenfalls…

Auf nach München!

[M]: Aufruf zur Antifa-Demo am 13. April 13

Affetmek yok, unutmak yok!*

Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ermordeten deutsche Faschisten gezielt griechisch-, kurdisch- und türkischstämmige Menschen. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, ob es sich dabei um rassistische motivierte Gewalt handeln könnte, wurde die Mordserie von den Medien und staatlichen Repressionsorganen schnell der rassistischen Logik folgend als „Döner-Morde“ abgetan und eine so genannte „SoKo Bosporus“ versuchte, den Opfern und ihren Angehörigen Verbindungen zu mafiösen Strukturen anzudichten.
Wir wollen uns staatlichem und alltäglichem Rassismus entgegenstellen, denn einmal mehr hat sich gezeigt: Rassismus tötet. Deshalb werden wir am Samstag vor dem Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere Neonazis in München der Opfer der NSU-Mordserie gedenken und ein Zeichen setzen gegen Faschismus und Rassismus!

Antifa-Demo Sa 13.04.13 13 Uhr München (Stachus)

Aus Tübingen wird es eine gemeinsame Anreise nach München mit dem Bus geben. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

* Kein Vergeben, kein Vergessen!

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Staat und Nazis Hand in Hand
Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) hatte 13 Jahre lang freie Hand bei der Ermordung von Migrant_innen, denn große Teile des Staates bewiesen einmal mehr, dass sie auf dem rechten Auge blind sind. Das, was im Nachhinein als Ermittlungspannen verkauft werden sollte, war ein abgekartetes Spiel: Mehrere Unterstützer des NSU arbeiteten seit den 1990er-Jahren als V-Leute für den Verfassungsschutz, erhielten Geld und Sprengstoff. Obwohl der Verfassungsschutz wusste, dass die Faschisten bewaffnet waren und Anschläge planten, wurden sie weiter gedeckt. Selbst nachdem die ersten Menschen tot waren, wurde beharrlich geschwiegen.

Was wieder einmal mehr zeigt, dass wir uns nicht auf den Staat verlassen können und dürfen, sondern selbst dafür Sorge tragen müssen, einen wehrhaften antifaschistischen Selbstschutz zu etablieren, um (potentielle) Opfer von rassistisch motivierten Übergriffen und linke Strukturen zu schützen. Denn es liegt logischerweise nicht im Interesse einer Klassengesellschaft wie der deutschen, rassistische Politik zu verhindern. Vielmehr versucht diese, ihr eigenes Bestehen zu sichern, indem sie der Krise des Kapitalismus rassistische Politik entgegensetzt: Die NPD wird durch Steuergelder finanziert, Nazis bekommen Geld vom Staat für ihre Tätigkeit als V-Leute, deutsche Polizisten prügeln den Weg frei für faschistische Kundgebungen und Demonstrationen und Migrant_innen, Arbeiter_innen und „Pleitegriechen“ werden für die Krise verantwortlich gemacht und drangsaliert.

Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir uns reaktionären Ideologien entschlossen und solidarisch entgegenstellen. Es gilt, einen antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren, der dazu in der Lage ist, den Faschisten und der rassistischen Politik des Staates mit allen dazu notwendigen Mitteln zu begegnen. Zu dieser Stärke können wir als Antifaschist_innen nur finden, wenn wir den Antifaschismus als Massen- und Abwehrkampf begreifen, in dem in der aktuellen Situation die Frage, wie revolutionäre Politik aussehen sollte, sekundär bleiben muss.

Denn auch wenn die herrschende Klasse momentan kein Interesse an einem Wiederaufkommen des Faschismus hat, so können wir uns doch gewiss sein, dass sie in Zeiten, in welchen die Krise zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für das kapitalistische System wird, auf die Faschisten und Rassisten, die sie in Reserve hat, zurückgreifen wird, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass die imperialistischen Mächte zugrunde gehen.

Hoch die Internationale Solidarität!
Faschisten und Rassisten auf allen Ebenen bekämpfen!
Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

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