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[TÜ] Rechten Eliten keine Plattoform bieten! – Gegen den Burschenfrühschoppen

Sonntag, 12. Mai 2019
09:15 Uhr, Holzmarkt Tübingen.

Am Sonntag, den 12. Mai 2019 soll der vom „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen (AKTV)“ organisierte sog. „Bürgerfrühschoppen“ zum 10. Mal auf dem Platz vor der alten Burse in Tübingen statt finden. Es scheint beinahe normal geworden zu sein, dass sich die Tübinger Verbindungen jedes Jahr aufs Neue in der Mitte der Stadt treffen, Bier trinken und sich bürgernah geben.
Dieses Event des „AKTV“ löste das jährlich vom 30. April auf den 1. Mai statt findende Maisingen der Verbindungen in Tübingen ab, welches sich Jahr für Jahr mit großen Gegenprotesten konfrontiert sah. Ein kluger Schachzug für die Außenwahrnehmung der Verbindungen, die deutschtümlichen Lieder und Fackeln durch ein scheinbar öffentliches Fest an einem Sonntag Mittag einzutauschen.

An der politischen und strukturellen Ausrichtung der Verbindungen hat sich jedoch wenig geändert: Sie verkörpern einen Antifeminismus und rückwärtsgewandte Rollenbilder und leisten einer Zuspitzung gesellschaftlicher Ungleichheit in einer Art und Weise Vorschub, in der sie ganz offen mit ihrem exklusiven Prinzip der sog. Seilschaften werben und sorgen somit für einen Machterhalt der Rückwärtsgewandten.

Offenkundige rassistische Regularien oder andere menschenfeindliche Aussagen in der Öffentlichkeit haben erst nach breiter medialer Berichterstattung nach gelassen. Denn sprechen Korporierte allzu unverblümt über ihre eigentliche politische Gesinnung, ist das nämlich schädlich für ihr Image.

Jedoch nicht allein die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich zuletzt immer weiter nach rechts entwickelt. Und in diesem Spannungsfeld stellen sich auch männlich dominierte, elitäre, akademische Zirkel als gesellschaftliche Räume dar, welche von diesem Rechtsruck gleichsam profitieren und ihn gezielt vorantreiben.

Die sog. „Alternative für Deutschland“ übernimmt nicht nur im Parlament eine rechte Initiative. Sie positioniert auch eine neue rechte Bewegung als strategisches Projekt auf der Straße, um die Spaltung der Gesellschaft weiter voran zu treiben. Dabei koordinieren sich viele verschiedene rechte Akteure nach einem Mosaik Prinzip.
Es ist nicht überraschend sondern politisch konsequent, dass viele Funktionsträger in der „AfD“ mit ihrer Jugendorganisation „JA“ und in Zusammenhängen der Neuen Rechten Korporations-Hintergrund haben. Denn diese Rechte skizziert ein Gesellschaftsentwurf, wie er im korporierten Milieu bereits täglich gelebt wird: Sexismus, reaktionäres Gedankengut, straffe Hierarchie und Begünstigung der Privilegierten.
Wir müssen hinter die Fassade von Verbindungen als studentische Männer-WGs mit Fabel für lustige Kostüme und Vornehmtuerei gepaart mit Trinkspielen blicken. Und sie als das begreifen, was sie darstellen: Als Gefahr für Emanzipation. Als Gefahr für Chancengleichheit. Als Stratorendienstleister eines gesellschaftlichen Rechtsrucks.

Es ist an uns die politischen Errungenschaften, die bereits gemacht wurden, jeden Tag aufs Neue zu verteidigen und die, die sie uns nehmen wollen, mit direktem Protest zu konfrontieren!
Unserem Ziel einer solidarischen Gesellschaft steht das Verbindungswesen nicht nur im Weg, sondern fundamental entgegen.

Rechten Eliten keine Plattform bieten!

[Chemnitz_TddZ] 1. Juni: Save the Date! Wir fahren nach Chemnitz

Am 1. Juni 2019 soll in Chemnitz der Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) stattfinden. Die Stadt wurde letztes Jahr zum Symbol für faschistische Ausschreitungen und Pogromähnliche Zustände, nachdem ein junger Mann von einem Migranten nieder gestochen wurde.

Die Partei „Die Rechte“ will das „Symbol Chemnitz“ wohl für sich nutzen und hat deshalb den jährlich in einer anderen Stadt stattfindenden Aufmarsch nach Chemnitz verlegt. Auch wenn die Partei insgesamt immer mehr in der Irrelavanz verschwindet, wird der Aufmarsch wegen der Symbolwirkung in der gesamten deutschen Naziszene eine gewisse Relevanz haben.

Daher rufen wir alle AntifaschistInnen auf, sich uns anzuschließen und am 1. Juni nach Chemnitz zu fahren, um nicht wieder Zustände wie letztes Jahr enstehen zu lassen und erst zu spät eingreifen zu können.

Wir werden aus Tübingen eine größere Anfahrt organisieren und auch andere Städte planen bereits Mobilisierungen nach Chemnitz. Genaueres findet sich hier im Laufe der nächsten Wochen. Solange könnt ihr ja das Bild schon mal fleißig auf social media teilen und euch den Tag frei halten!

[Pforzheim] Gegen die Nazifackelmahnwache am 23. Februar I Zugtreffpunkt

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des OTFR’s:

WANN? Samstag, 23. Februar, 15:30 Uhr
WO? Tübingen HBF

…nicht lange fackeln!

…nicht lange fackeln! Die Nazimahnwache am 23. Februar in Pforzheim verhindern!

Auch dieses Jahr findet in Pforzheim wieder die faschistische Fackelmahnwache des „Freundeskreis – Ein Herz für Deutschland (FHD)“ auf dem Wartberg statt. Anlass für das alljährliche Event ist die gezielte Bombardierung der Stadt im Jahr 1945, bei der mehr als 17.000 Menschen durch Bombenabwürfe der britischen „Royal Air Force“ starben. Die angebliche Gedenkveranstaltung ist jedoch nur ein Vorwand der FaschistInnen, um ein Auftreten ihrer verschobenen und menschenfeindlichen Weltanschauung zu begründen und zu legitimieren. In ihrer revisionistischen Darstellung der Geschichte, wollen sie die Kriegsverbrechen des deutschen Faschismus bewusst verharmlosen, um dadurch Deutschland in eine Opferrolle der Ereignisse zu rücken. Die mörderische Angriffspolitik der Nazis und die Kriegsschuld werden verdreht und geleugnet.

Nicht mit uns!

Eine so widerliche Masche der Geschichtsverdrehung und Opfermythen werden wir nicht unbeantwortet lassen. Ein Rückblick auf die letzten Jahre zeigt deutlich die erfolgreiche Entwicklung der Proteste und der Aktionsformen gegen die FaschistInnen. Trotz unterschiedlicher Repressalien und des massiven Polizeiaufgebots mit Unterstützung von Hunden, Wasserwerfern und Hubschraubern, lassen sich engagierte AntifaschistInnen nicht davon abschrecken den Weg auf der Berg anzutreten und ihren Protest direkt an Ort und Stelle heran zu tragen. Der voranschreitende Rechtsruck der Gesellschaft und des öffentlichen Diskurs, sowie das Erstarken der Rechten auf der Straße machen Protest und direkte Aktionen notwendiger denn je. Nur eine starke antifaschistische Bewegung kann unsere Gesellschaft vor Nazi-Übergriffen schützen und verteidigen. Nicht nur extrem rechte Gruppen sind Ziel unserer Proteste, sondern auch Veranstaltungen der AfD, die solchen Entwicklungen den Weg ebnet und selbst vorantreibt.

Ein konsequentes Vorgehen der Stadt gegen die Naziumtriebe in Pforzheim ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Unsinnige Auflagen und Repression durch die Polizei richtet sich gezielt gegen antifaschistischen Protest und Demonstrationen . Wir können uns weder auf Staat noch Polizei verlassen.

Schließen wir uns zusammen im Kampf gegen Nazis und Faschismus!
Für eine Zukunft in der Menschen frei von Unterdrückung friedlich miteinander leben können. Alle zusammen: in der Stadt, auf dem Land und in Pforzheim auf dem Berg!

Am 23. Februar gemeinsam und entschlossen gegen die FaschistInnen nach Pforzheim!

Gegen Ausbeutung und Unterdrückung! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

[Burladingen] Aktionsbericht: Keine Plattform der AfD

+++Am Samstag, 09.02.2019 führten einige Rechtsausleger aus der AfD eine Veranstaltung in Burladingen (Zollernalbkreis) durch. Dagegen formierte sich breiter Protest direkt am Veranstaltungsort der Rechten. Daran beteiligten sich bis zu 150 Personen. Auftakt und Abschluss bildeten spontane Demonstrationen. Antifaschistische Graffitis an der Bahnstrecke+++

Die VeranstalterInnen können dem sog. „Flügel“ um Björn Höcke zugerechnet werden. Es handelt sich dabei vor allem um das offen faschistische Segment der rechtspopulistischen Partei, welche mithilfe völkischer Rhetorik einerseits zu provozieren und gleichzeitig die konsequente Umsetzung des parteipolitischen Programms der AfD versucht.
Dabei sind diese Figuren mit Nichten als Hardliner Ihrer Partei zu verkennen. Vielmehr entblößt sich in deren Ausschweifungen das menschenfeindliche Potential der sog. „Alternative für Deutschland“ in unverblümter Art und Weise und bringt neben völkischen Rassismus und Antisemitismus auch zu Tage, das weite Teile der Gesellschaft aber auch gar nichts von der AfD zu erwarten haben. Als Arbeitnehmer*innen profitieren wir in keinster Weise von der AfD! Im Gegenteil: Durch Kürzungen von Sozialleistungen, Erhöhungen der Steuern für die Klasse der Lohnabhängigen bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Protektionismus würde sich unsere Lage noch weiter verschlechtern.
Mit Christina Baum als Rednerin stand die Anmelderin einer Demo in Kandel auf der Rednerliste, auf welcher offene Faschisten den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und einigen Teilen der Bevölkerung mimen. Geeint und koordiniert werden dies von der AfD, als Motor der aktuellen Rechtsentwicklung unserer Gesellschaft und als Profiteur dessen gleichermaßen.
Es ist kein Zufall wenn sich der Blick der VeranstalterInnen auf diesen Ort richtet, nachdem sie in Ulm abgeblitzt sind: Der Bürgermeister Harry Ebert besitzt als ehemaliger Polizist mittlerweile ein Parteibuch der AfD, wurde er doch als parteiloser Kandidat in sein Amt gewählt.

Trotz geringer Mobilisierungszeit beteiligten sich etwa 30 Personen an der Zugfahrt aus Tübingen. Schon auf dem Weg nach Burladingen bemerkten die Aktivist*innen einige antifaschistische Graffitis, welche sich gegen die AfD wendeten und die Motivation noch höher werden ließ! In Burladingen angekommen, wurde sogleich mit einer Spontandemonstration zum Veranstaltungsort der Rechten auf unser Anliegen aufmerksam gemacht: Den Rechten- auch in den ländlichen Gebieten- nicht die Straße zu überlassen! Wir stießen dann an der Stadthalle auf weitere Antifaschist*innen aus der Region, sodass sich etwa 150 Menschen vor der Halle versammelten. Dabei wurden immer wieder Parolen laut wie etwa : Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „Ob PEGIDA oder AfD- Stoppt den Rechtsruck in der BRD“ und „Rassistisch, sexistisch neoliberal- AfD: Partei fürs Kapital“.
Gelegentlich versuchten immer wieder Rechte zu der Veranstaltung zu gelangen. Viele mussten wieder kehrt machen, um sich zum Hintereingang rein zuschleichen, da durch die Antifaschist*innen kein durchkommen war. Entgegen manch Unken und Panikmache im Vorfeld ist es den angereisten Antifas in solidarischer Eintracht mit den Antifaschist*innen von vor Ort gelungen einige kleine Nadelstiche zu setzten und durch Proteste die Veranstaltung der AfD nicht unkommentiert zu lassen. Überdurchschnittlich viele Beamten in Zivil und ein Zug von BFE sicherten die Stadthalle mit Hilfe von Gittern weitläufig ab.
Das antifaschistisch engagierte Menschen in der Region Burladingen immer wieder mit Rückschlägen und einer außergewöhnlich großen Rechten Szene zu kämpfen haben, wurde in einem Redebeitrag der AlbOffensive verdeutlicht. Auch heute waren immer wider einzelne vollbesetzte Autos zu bemerken, aus welchen die Antifaschist*innen angepöbelt wurden. Für mehr hat der Mut anscheinend jedoch nicht gereicht, wurde durch eine weitere Spontandemo gen Bahnhof ein Abschluss gefunden und verdeutlicht, wessen Straße es ist: Nämlich unsere!
Jedoch im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen versucht die AfD sich nun auch auf lokaler Ebene zu festigen, um dort eine weitere Bühne für ihre blau-braune Hetze zu nutzen. Für die Region Tübingen erfährt die rechte Partei vor allem im ländlichen Raum weiten Zuspruch. Nicht nur die jüngsten Wahlergebnisse sondern auch eine handvoll Übergriffe von Nazis auf antifaschistisch Eingestellte Menschen in Burladingen belegen dies. Das heißt für uns, dass wir in nächster Zeit auch dort genauer Hinschauen müssen. Auch wenn die Schwäbische Alb antifaschistisch noch wenig erschlossen scheint, müssen wir die Kräfte vor Ort Stärken welche sich den Rechten entgegen stellen, um gemeinsam der rechten Plage ihren Rückzugsraum zu entziehen!

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[Burladingen] Zugtreffpunkt aus Tübingen gegen die Veranstaltung der AfD am 09.02.2019

Zu den Protesten rund um die AfD-Veranstaltung in Burladingen, gibt es eine gemeinsame Zuganreise aus Tübingen:

Zugtreffpunkt Tübingen
DATUM: Sa, 09.02.2019
ZEIT: 11:15 Uhr
ORT: HBF Tübingen

Nehmt Eure Freund*innen mit +++ Druckt den Flyer aus und verteilt ihn +++ Alle gemeinsam gegen die AfD!

Am Samstag, 09.02.2019 planen einige Rechtsausleger aus der AfD eine Veranstaltung in Burladingen (Zollernalbkreis) abzuhalten. Die VeranstalterInnen können dem sog. „Flügel“ um Björn Höcke zugerechnet werden und sind in Baden-Württemberg als ErstunterzeichnerInnen des „Stuttgarter Aufrufs“ bekannt. Es handelt sich dabei vor allem um das offen faschistische Segment der rechtspopulistischen Partei, welche mithilfe völkischer Rhetorik einerseits zu provozieren und gleichzeitig die konsequente Umsetzung des parteipolitischen Programms der AfD versucht.
Dabei sind diese Figuren mit Nichten als Hardliner Ihrer Partei zu verkennen. Vielmehr entblößt sich in deren Ausschweifungen das menschenfeindliche Potential der sog. „Alternative für Deutschland“ in unverblümter Art und Weise und bringt neben völkischen Rassismus und Antisemitismus auch zu Tage, das weite Teile der Gesellschaft aber auch gar nichts von der AfD zu erwarten haben. Als Arbeitnehmer*innen profitieren wir in keinster Weise von der AfD! Im Gegenteil: Durch Kürzungen von Sozialleistungen, Erhöhungen der Steuern für die Klasse der Lohnabhängigen bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Protektionismus würde sich unsere Lage noch weiter verschlechtern.
Mit Christina Baum als Rednerin steht die Anmelderin einer Demo in Kandel auf der Rednerliste, auf welcher offene Faschisten den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und einigen Teilen der Bevölkerung mimen. Geeint und koordiniert wird dies von der AfD, als Motor der aktuellen Rechtsentwicklung unserer Gesellschaft und als Profiteur dessen gleichermaßen.
Nicht nur durch die dezentrale Lage von Burladingen, erhoffen sich die Verantwortlichen einen reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltung. Es ist kein Zufall wenn sich der Blick der VeranstalterInnen auf diesen Ort richtet, nachdem sie in Ulm abgeblitzt sind: Der Bürgermeister Harry Ebert besitzt als ehemaliger Polizist mittlerweile ein Parteibuch der AfD, wurde er doch als parteiloser Kandidat in sein Amt gewählt.
Im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen versucht die AfD sich nun auch auf lokaler Ebene zu festigen, um dort eine weitere Bühne für ihre blau-braune Hetze zu nutzen.

Somit steht fest: Rechte Hetze werden wir auch in Burladingen nicht dulden! Wir wollen den Rechten dort wo sie auftreten entschlossen begegnen und müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wir werden die Proteste vor Ort unterstützen.
Dem Rassismus keinen Raum und den Hetzern keine Ruhe!

[RT] Am 08.02. gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen – Keinen Raum den rechten Hetzern! Zugtreffpunkt aus Tübingen

Wir weisen hiermit auf den Zugtreffpunkt des OTFR gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen hin!

Zugtreffpunkt aus Tübingen:

Wann? Freitag, 08.02., 16:20 Uhr
Wo? Tübingen Hauptbahnhof

Auf ein frohes Neues – und immer wieder…! – Gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen

Zum wiederholten mal veranstaltet die sog. Alternative für Deutschland am 08. Februar ihren Neujahrsempfang im Spitalhof am Reutlinger Marktplatz.
Die Veranstaltung dient der Vernetzung und Etablierung rechter Kräfte in Reutlingen und der Region und darf nicht losgelöst von der diesjährig statt findenden Kommunalwahl in Baden-Württemberg betrachtet werden.
Bei der Kommunalwahl werden Vertreter*innen von Stadt und Gemeinde gewählt.
Natürlich wird die AfD ihren Neujahrsempfang auch als Plattform zur Wahlpropaganda für diesen nutzen. Am 29. Juni 2018 schon fand zum Auftakt des Kommunalwahlkampfes der AfD ein sog. Bürgerdialog im Spitalhof Reutlingen statt. Dieser sollte der Themensammlung ihres Kommunalwahlprogramms dienen. Trotz des früh gewählten Termins sind bis heute keine Inhalte, Pläne und Forderungen zu ihrer kommunalen Politik in Reutlingen zu finden.
In ihrem Online Auftritt nimmt der Kreisverband Reutlingen viel mehr Bezug auf Landes- und Bundespolitik.

Die Afd ist die Partei des Rechtsrucks. Sie ist gleichzeitig Akteur und Proviteur dessen und gewinnt aus der kapitalistischen Krise an Stärke. In den Parlamenten gibt sie der extremen Rechten wieder eine eigenständige Stimme und verschiebt das im öffentlichen Diskurs Sagbare immer weiter nach Rechts. Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag hat sich die gesellschaftliche Debatte weiter nach rechts verschoben! Dass Forderungen, die wie von der AfD abgeschrieben wirken, inzwischen von nahezu jeder anderen Partei vorgebracht werden, scheint inzwischen an der Tagesordnung.
Die AfD steht mit ihrer Politik für ein reaktionäres Frauenbild, für die Verschärfung sozialer Ungleichheit und für menschenfeindliche Mechanismen der Ausgrenzung. So sucht man beispielsweise nach dem Thema des sozialen Wohnungsbaus in ihrem Parteiprogramm vergebens, eine Mietpreisbremse hält die AfD für unnötig. Ganz nach dem Motto „Nach oben buckeln und nach unten treten“ spaltet sie all diejenigen, die ein Interesse an einer echten Alternative zu den aktuellen Verhältnissen haben.
Sie ist also weder die Partei „des kleinen Mannes“ noch die „der kleinen Frau“, und hat im Hauptorgan der Politik in Reutlingen, dem Gemeinderat, und überall sonst nichts zu suchen.

Es gilt, ob in Reutlingen oder sonstwo, gegen rechte Hetze aktiv zu werden, denn jede Veranstaltung dieser Art ist ein weiterer Schritt in eine Gesellschaft, in der Rassismus, Sexismus und Homophobie akzeptiert werden. Hierzu rufen wir all diejenigen auf, die etwas gegen Nazis und Rechte unternehmen wollen: SchülerInnen, Azubis, Studierende, Lohnabhängige und Angestellte… und alle anderen!
Lasst uns gemeinsam und solidarisch unsere Stimmen und Hände erheben – nicht zum neujahrlichen Gruß oder Sektstößchen mit der AfD. Sondern gegen rassistische Hetze und für ein solidarisches Miteinander!

Deshalb rufen auf den antifaschistischen Block der Bündnisdemonstration durch Reutlingen, der Kundgebung auf dem Reutlinger Marktplatz und vielfältigem Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD auf!

Dem Rassismus keinen Raum und den Hetztern keine Ruhe!

[Kommunalwahl] Erster Flyer

Am 26. Mai 2019 stehen die Kommunal – und Europawahlen an. Gemeinsam mit anderen Gruppen haben wir einen Flyer herausgegeben, der eine erste Sensiblität schaffen soll!
Ihr könnt euch den Flyer selbst ausdrucken, oder ihr schreibt uns eine Mail an antifaaufbautue@mtmedia.org um ihn zuerhalten!

Außerdem enthält er einen Hinweis auf die alljährliche Nazifackelmahnwache in Pforzheim am 23. Februar 2019

FLYER

[Veranstaltung] Jugendliche im antifaschistischen Widerstand. Hans Gasparitsch und die Gruppe G


Dienstag, 22. Januar 2019
Beginn: 20:00
Ort: Club Voltaire

Hans Gasparitsch gehörte als Jugendlicher der Stuttgarter Widerstandsgruppe G an. Zehn Jahre, seine ganze Jugendzeit, verbrachte er in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Nach 1945 gründete er zusammen mit anderen ehemaligen Verfolgten und Widerstandskämpfern die VV-BdA. Er konnte sich seine Menschlichkeit bewahren, blieb zeitlebens Kommunist und engagierte sich bis zuletzt gegen Faschismus und Krieg. Beeindruckend waren die vielen Veranstaltungen in denen er seine Erfahrungen an junge Menschen weitergab.

In Filmausschnitten wird das Leben von Hans Gasparitsch dokumentiert.

Janka Kluge, die Geschäftsführerin der VVN-BdA Baden-Württemberg, berichtet über die Arbeit der Gruppe G, als einem Beispiel für die vielen Aktivitäten antifaschistischen Widerstands von Jugendlichen m nationalsozialistischen Deutschland.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Tübingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Tübingen

[AntifaHistory]Transparentaktion und Wandzeitung zum 9. November

Um auf den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht aufmerksam zu machen, wurden an verschiedenen Brücken, über die B27 bzw. B28, Transparente mit der Aufschrift „They burned down houses and synagogues, the brought up war…Now they are back! Fight them! 9.November 1938“ bzw. „Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch. Nie wieder Faschismus! 9. November 1938“ aufgehängt.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden im gesamten „Deutschen Reich“ Synagogen, jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe von den deutschen Faschisten geplündert, niedergebrannt und zerstört. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in der industriellen Vernichtung, dem Holocaust mündete.

Zusätzlich zu den Transparenten wurden Wandzeitungen in der Innenstadt verklebt. Auf diesen wird über die Zerstörung der Tübinger Synagoge informiert und auf die Aktualität von faschistischer Gewalt und die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr eingegangen. Ein dritter Text setzt sich mit dem irreführenden Begriff des „Nationalsozialismus“ auseinander.

Im Gedenken an alle Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft!
Remember the past – Fight in the present
Erinnern heißt kämpfen!

[Antifa History] Jugend im Krieg und Faschismus – Ein Gespräch mit Heidi und Heinz Hummler

in Gedenken an den 09. November 1938

Montag 26.November 2018, 19 Uhr Club Voltaire, Haaggasse 26b Tübingen

Heidi Hummler arbeitete nach 1945 im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes mit an der Aufklärung von
NS-Verbrechen in Baden-Württemberg.
Der Vater von Heinz, Anton Hummler gründete in Stuttgart eine
antifaschistische Widerstandsgruppe. Er wurde verhaftet, zum Tode
verurteilt und 1944 hingerichtet.
Beide traten auch nach 1945 gegen Wiederaufrüstung und Rechtsentwicklung
ein und sind bis heute in der VVN-BdA aktiv.
Als Zeitzeugen berichten sie über den Kampf für Frieden und Demokratie
im Faschismus und in der Bundesrepublik und geben ihre Erfahrungen und
Schlussfolgerungen für die heutigen Auseinandersetzungen weiter.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen und
der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Tübingen-Mössingen