Archiv für Mai 2018

[S] 12. Mai, Feuerbach: Keine Straße den Rechten!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des OTFR’s zu den antifaschistischen Protesten gegen eine Demonstration der „JA“, Jugendorganisation der rechtspopulistischen „AfD“:

Das OTFR ruf zur Beteiligung auf und macht auf folgenden Zugtreffpunkt für Tübingen aufmerksam:

DATUM: 12. MAI 2018
UHRZEIT: 10:00 UHR
ORT: TÜBINGEN HAUPTBAHNHOF

Zugtreffpunkt aus Tübingen zu den antifaschistischen Protesten am 12. Mai in Stuttgart

Für Samstag, den 12. Mai 2018 hat die Jugendorganisation der rechtspopulistischen AfD (JA) zu einer Demonstration in Stuttgart-Feuerbach aufgerufen. Es ist nicht das erste Mal, dass rechtspopulistische Kräfte versuchen in Stuttgart einen Fuß auf die Straße zu bekommen. Wirklich gelungen ist ihnen das bisher nicht. Und dabei soll es bleiben!

Vordergründiger Anlass für den geplanten rechten Marsch am Samstag ist der Neubau der DITIB-Moschee im Feuerbacher Industriegebiet. Kritik am Moschee-Verband DITIB ist nicht neu. DITIB ist als Verband uneingeschränkter Verfechter der reaktionären Politik Erdogans. Rechte mobilisieren also gegen Rechte? Das eigentliche Ziel der AfD-Mobilisierung ist nur vordergründig die Kritik an DITIB. AfD, „Junge Alternative“ (JA) und Co wollen in Feuerbach Stimmung gegen Migrant*innen machen.

Das dürfen wir nicht zulassen! Dort, wo Rechte mit ihrer rassistischen Hetze die Straße dominieren, prägen sie früher oder später auch andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Und dann betrifft das Problem nicht nur Minderheiten und Andersdenkende. Rechte Politik ist immer Politik zu Ungunsten der Mehrheit. Die AfD ist z.B. gegen die Geschlechtergleichberechtigung, will das Gesundheitssystem zu Gunsten der Wohlhabenden privatisieren und hetzt gegen gewerkschaftliche
Mitbestimmung.
Die Hetze gegen Migrant*innen in Feuerbach ist also der versuchte Anfang dieser Kette. Ein Grund mehr, ihnen einen deutlichen Strich durch die Rechnung zu machen.

Ohne wenn und aber: Rassisten haben auf den Straßen dieser Stadt nichts verloren!
Kommt nach Feuerbach! Bringt Freund*innen, Kolleg*innen und Nachbar*innen mit!
Gemeinsam erteilen wir der Hetze von Rechts eine klare Absage!

Quelle: antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region

[Kurzbericht] Proteste gegen den sog. „Bürgerfrühschoppen“der Tübinger Verbindungen am 06. Mai 2018

Am Sonntag, den 06. Mai 2018 ab 11:00 Uhr war der vom „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ (AKTV) veranstaltete sog. „Bürgerfrühschoppen“ auf dem Platz vor der alten Burse in der Tübinger Innenstadt angekündigt. Der „Bürgerfrühschoppen“ löste im Jahr 2009 das jährlich vom 30. April auf den 1. Mai statt findende Maisingen der Verbindungen in Tübingen ab.

Dagegen ereignete sich vielfältiger direkter Protest um für soziale Gleichheit und eine solidarische Gesellschaft einzutreten. Die Zufahrtswege zur alten Burse waren zeitweise durch Menschen blockiert. Abschluss der Proteste bildete eine Spontandemonstration durch die Tübinger Innenstadt hin zum Hauptbahnhof.

Ab 9:30 versammelten sich an beiden Zugängen zum Platz vor der alten Burse insgesamt 100 Personen um ihrem Protest gegen studentische Verbindungen in Hör- und Sichtweite Ausdruck zu verleihen.
Es gelang Ihnen die Vorbereitungen und den planmäßigen Ablauf des elitären Events zu stören und zu verzögern. Das Fest der rechten Elite konnte nur unter massivem Polizeieinsatz begonnen werden. Die Polizeikräfte agierten mit gezücktem Messer um die Transparente der Aktivist*innen zu zerstören und nahmen dabei keine Rücksicht auf Protestierende. Vielmehr nahmen sie dadurch erhebliche Verletzungen der Antifaschist*innen billigend in Kauf.
Diese ließen sich jedoch in Ihrem Vorhaben nicht beirren und zeigten weiter durch Parolen wie: „Rechten Eliten keine Plattform bieten“ oder „Rassistisch, sexistisch, neoliberal – AfD: Partei fürs Kapital“ Ihre Entschlossenheit. Auch nachdem der Weg für die Burschis durch die Polizei freigeprügelt wurde.
Dies zeigt erneut, dass dem Staat nichts an einer effektiven Perspektive gegen erstarkende rechte Tendenzen innerhalb unserer Gesellschaft gelegen ist. Dies bedeutet für uns um so mehr Initiative zu ergreifen um selbstbestimmt unseren Protest auf die Straße zu tragen!

Unserem Ziel, gemeinsam gegen rückwärtsgewandte Strukturen in Tübingen effektiv etwas entgegen zusetzten, sind wir etwas näher gekommen. Im Jahr 2017 wurde der Anfang gemacht kontinuierlichen Protest gegen das sog. „Bürgerfrühschoppen“ zu initiieren. Dieses Jahr wurden weitere Schritte in die richtige Richtung vollzogen. Wir wollen es auch weiterhin nicht auf sich beruhen lassen und werden unsere antifaschistischen Proteste gegen Burschis weiterführen.
Wenn wir auch die verharmlosende Selbstdarstellung der Verbindungen nicht verhindern konnten, haben wir diese mit unserem direkten Protest konfrontiert und ihre Räume zur ungestörten Entfaltung ihrer rechten Lebenswelt verringert.
An diesen Erfolg wollen wir auch das nächstes Jahr anknüpfen unter dem Motto: Rechten Eliten keine Plattform bieten!