Archiv für Mai 2015

17. Mai 2015 PEGIDA in Stuttgart stoppen!

NoPEGIDA

Zugtreffpunkte zu den Gegenprotesten:

Tübingen:

DATUM: Sonntag, 17. Mai 2015
ZEIT: 11:15 Uhr
ORT: Tübingen, HBF

Reutlingen:

ZEIT: 11:25 Uhr
ORT: Reutlingen HBF

Im Folgenden verweisen wir auf die Seite des Antifaschistischen Aktionsbündis Stuttgart und Region (aabs)

Diesen Sonntag will PEGIDA in unserer Stadt eine Kundgebung abhalten – für uns ist klar: Ohne unseren Protest werden sich keine Rechten am Kronprinzplatz oder sonstwo in Stuttgart treffen können! Aus diesem Grund unterstützen wir den Aufruf der Kampagne #STOPEGIDA Stuttgart und rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, mit uns am 17. Mai in Stuttgart auf die Straße zu gehen und PEGIDA eine klare Absage zu erteilen!

Aufruf von #STOPEGIDA:

In Dresden gelang es „PEGIDA“ vor einigen Monaten Zehntausende zu mobilisieren und auch in vielen weiteren Städten bildeten sich Ableger, um Woche für Woche mit rassistischen Slogans durch die Straßen zu ziehen. Auch wenn die Teilnehmerzahlen dort weitaus geringer ausfielen, sich das „Orga-Team“ in Dresden durch interne Streitigkeiten selbst zerlegte und es der Bewegung insgesamt nicht gelang, die befürchtete Dynamik zu entwickeln, ist sie doch Ausdruck eines gesellschaftlichen Rechtsrucks. Ein Rechtsruck, der sich auch im Aufwind der rechtspopulistischen AfD, in den Forderungen von Regierungsvertretern nach einer Verschärfung der Asylgesetze, aber eben auch in brennenden Flüchtlingsunterkünften zeigt.

In dieser Situation versuchen in Baden-Württemberg überwiegend faschistische Kräfte das Label „PEGIDA“ weiterhin zu nutzen. In Villingen-Schwenningen und Karlsruhe finden seit mehreren Wochen regelmäßig „Spaziergänge“ und Kundgebungen statt – wenn auch aufgrund antifaschistischer Proteste nur unter massivem Polizeischutz.

In Stuttgart gelang es „PEGIDA“ bisher nicht Fuß zu fassen. Erste Ankündigungen einer öffentlichen Veranstaltung im Januar wurden nach unmittelbarem und starkem Gegenwind wieder zurückgezogen. Nachdem sich die öffentliche Aufmerksamkeit gelegt hat, versuchen sie es jetzt jedoch erneut und planen diesen Sonntag eine Kundgebung auf dem Kronprinzplatz in der Stuttgarter Innenstadt.

Getreu dem antifaschistischen Motto: „Wehret den Anfängen!“ dürfen wir den Rechten bei uns keine Entfaltungsmöglichkeiten lassen.

Wir müssen Rassismus klar benennen und schon im Keim ersticken:

PEGIDA-Kundgebung BLOCKIEREN!
Sonntag | 13:00 Uhr | Kronprinzplatz

DEMONSTRATION – 8. Mai 2015 in Tübingen

Am 8. Mai fand in Tübingen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung anlässlich des 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus statt. Dem Bündnisaufruf linker und antifaschistischer Gruppen in Zusammenarbeit mit dem gewerkschaftlichen Spektrum, Organisationen der Friedensbewegung und der Kirche folgten knapp 200 Menschen.

Demo 01

Der Aufzug startete am Europaplatz, führte weiter auf die Neckarbrücke und mündete via Mühlstraße auf dem Holzmarkt. Die DemonstrantInnen machten mit mitgeführten Transparenten und Parolen wie u. a. „ Damals wie heute 8. Mai – Unser Kiez; Nazifrei“ oder „Beim Kampf gegen Nazis dem Staat nicht vertrauen – Die Antifaschistische Aktion aufbauen!“ auf Ihr Anliegen aufmerksam. Am Rande der Demonstration grüßten engagierte AntifaschistInnen den Demonstrationszug mit dem Entrollen eines Transparents mit der Aufschrift: „ Für einen konsequenten Antifaschismus. Auf allen Ebenen mit allen Mitteln!“. Untermalt wurde diese Aktion mit dem Abbrennen von Pyrotechnik.

Transpi

Auf dem Holzmarkt angelangt wurde den Forderungen der DemonstrantInnen mit Reden Deutlichkeit verliehen. Den Anfang beging Lothar Letsche als Vertreter des VVN- BdA. Er erinnerte an die Befreiung seines Vaters als politischer Häftling im Zuchthaus in Ludwigsburg und forderte die Zusammenarbeit mit Faschisten in der Regierung und militärischen Strukturen der Ukraine einzustellen. Ihm folgten zwei junge AktivistInnen des Offenen Treffens gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region (OTFR). Sie thematisierten erschwerte Bedingungen antifaschistischer Politik durch staatliche Repression und Polizeigewalt, so geschehen auch in Göppingen und Pforzheim. Da auch heute noch von vielen verschieden Nazistrukturen, eine Gefahr für Leib und Leben für MigrantInnen, Flüchtlingen und AntifaschistInnen ausgeht, forderten sie in ihrer kämpferischen Rede den antifaschistischen Selbstschutz in die eigenen Hände zu nehmen. Eine Möglichkeit dazu bietet das OTFR, welches sich immer am zweiten Montag im Monat im Clubhaus in der Wilhelmstraße trifft.

Rede

Neben weiteren Redebeiträgen von dem DGB AK und der Pfarrerin Bärbel Danner forderten abschließend VertreterInnen der SDAJ Tübingen das Verhindern von Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen durch sog. Jugendoffiziere. Weitere Grußwörter und musikalischen Beiträge rundeten das Programm auf dem Holzmarkt ab.

Demo 02