Archiv für März 2013

[TÜ]: Am 04.04. Info- und Mobiveranstaltung zur NSU-Demo in München

Über einen Zeitraum von dreizehn Jahren verübten deutsche Faschisten unter den Augen des Staates neun Morde aus rassistischen Motiven. Am 17.04. beginnt in München nun der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier NSU-Unterstützer. Am Samstag davor wird es eine bundesweite antifaschistische und antirassistische Großdemonstration in München geben, zu der auch aus Tübingen ein Bus fährt.
Wir haben Genoss_innen aus München eingeladen, die von den Vorbereitungen der Demo und ihrer politischen Arbeit zum NSU-Prozess berichten werden.

Veranstalter_innen sind VVN/ BdA Tübingen und AFA (Aufbau) Tübingen.

04. April /// 19:30 Uhr /// Kleiner Saal – Klubhaus (Wilhelmstr.30, Tübingen)

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Bei der Veranstaltung werden auch Karten für den Tübinger Bus nach München verkauft.

[WN]: Antifaschistische Demo am 06.April in Schorndorf

[M]: Der Buskartenverkauf hat angefangen!

Seit heute könnt ihr bei uns Busfahrkarten für die gemeinsame Fahrt zur bundesweiten antifaschistischen und antirassistischen Demo am 13.04. nach München kaufen. Ihr könnt uns dazu entweder eine Mail (antifaaufbautue [ät] gmail [dot] com) schreiben, uns am Mittwoch in der Hausbar in der Schelling ansprechen oder am 04.04. zu unserer gemeinsamen Mobilisierungsveranstaltung im Kleinen Saal im Klubhaus (Wilhelmstr. 30, Tübingen) mit der VVN/ BdA kommen, bei der auch Münchner Genoss_innen zu Gast sein werden. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr.
Die Karten kosten regulär 15 Euro. Wer kein/ nur weniger Geld hat, kommt selbstverständlich trotzdem mit, über großzügige Spenden wohlhabenderer Genoss_innen freuen wir uns ebenfalls…

Auf nach München!

[M]: Aufruf zur Antifa-Demo am 13. April 13

Affetmek yok, unutmak yok!*

Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ermordeten deutsche Faschisten gezielt griechisch-, kurdisch- und türkischstämmige Menschen. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, ob es sich dabei um rassistische motivierte Gewalt handeln könnte, wurde die Mordserie von den Medien und staatlichen Repressionsorganen schnell der rassistischen Logik folgend als „Döner-Morde“ abgetan und eine so genannte „SoKo Bosporus“ versuchte, den Opfern und ihren Angehörigen Verbindungen zu mafiösen Strukturen anzudichten.
Wir wollen uns staatlichem und alltäglichem Rassismus entgegenstellen, denn einmal mehr hat sich gezeigt: Rassismus tötet. Deshalb werden wir am Samstag vor dem Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere Neonazis in München der Opfer der NSU-Mordserie gedenken und ein Zeichen setzen gegen Faschismus und Rassismus!

Antifa-Demo Sa 13.04.13 13 Uhr München (Stachus)

Aus Tübingen wird es eine gemeinsame Anreise nach München mit dem Bus geben. Achtet auf weitere Ankündigungen.

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

* Kein Vergeben, kein Vergessen!

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Staat und Nazis Hand in Hand
Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) hatte 13 Jahre lang freie Hand bei der Ermordung von Migrant_innen, denn große Teile des Staates bewiesen einmal mehr, dass sie auf dem rechten Auge blind sind. Das, was im Nachhinein als Ermittlungspannen verkauft werden sollte, war ein abgekartetes Spiel: Mehrere Unterstützer des NSU arbeiteten seit den 1990er-Jahren als V-Leute für den Verfassungsschutz, erhielten Geld und Sprengstoff. Obwohl der Verfassungsschutz wusste, dass die Faschisten bewaffnet waren und Anschläge planten, wurden sie weiter gedeckt. Selbst nachdem die ersten Menschen tot waren, wurde beharrlich geschwiegen.

Was wieder einmal mehr zeigt, dass wir uns nicht auf den Staat verlassen können und dürfen, sondern selbst dafür Sorge tragen müssen, einen wehrhaften antifaschistischen Selbstschutz zu etablieren, um (potentielle) Opfer von rassistisch motivierten Übergriffen und linke Strukturen zu schützen. Denn es liegt logischerweise nicht im Interesse einer Klassengesellschaft wie der deutschen, rassistische Politik zu verhindern. Vielmehr versucht diese, ihr eigenes Bestehen zu sichern, indem sie der Krise des Kapitalismus rassistische Politik entgegensetzt: Die NPD wird durch Steuergelder finanziert, Nazis bekommen Geld vom Staat für ihre Tätigkeit als V-Leute, deutsche Polizisten prügeln den Weg frei für faschistische Kundgebungen und Demonstrationen und Migrant_innen, Arbeiter_innen und „Pleitegriechen“ werden für die Krise verantwortlich gemacht und drangsaliert.

Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir uns reaktionären Ideologien entschlossen und solidarisch entgegenstellen. Es gilt, einen antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren, der dazu in der Lage ist, den Faschisten und der rassistischen Politik des Staates mit allen dazu notwendigen Mitteln zu begegnen. Zu dieser Stärke können wir als Antifaschist_innen nur finden, wenn wir den Antifaschismus als Massen- und Abwehrkampf begreifen, in dem in der aktuellen Situation die Frage, wie revolutionäre Politik aussehen sollte, sekundär bleiben muss.

Denn auch wenn die herrschende Klasse momentan kein Interesse an einem Wiederaufkommen des Faschismus hat, so können wir uns doch gewiss sein, dass sie in Zeiten, in welchen die Krise zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für das kapitalistische System wird, auf die Faschisten und Rassisten, die sie in Reserve hat, zurückgreifen wird, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass die imperialistischen Mächte zugrunde gehen.

Hoch die Internationale Solidarität!
Faschisten und Rassisten auf allen Ebenen bekämpfen!
Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

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[TÜ]: Frauenkampf heißt Klassenkampf!

Frauentag 2013
Am Tübinger Nonnenhaus.

[M]: Affetmek yok, unutmak yok!*

Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren ermordeten deutsche Faschisten gezielt griechisch-, kurdisch- und türkischstämmige Menschen. Diese Gewalttaten ereigneten sich im ganzen Bundesgebiet und zeugen von einer Kaltblütigkeit, welche dem Grad der Unterstützung, die die TäterInnen erfahren haben, in nichts nachsteht. Der Verfassungsschutz will von all dem nichts bemerkt haben. Staatliche Ermittlungen konstruierten ein etwaiges Milieu von kriminellen Migrant_innen und nannten diese Ermittlungsgruppe, ihrer rassistischen Logik folgend, „SoKo Bosporus“.

Am 17. April soll nun einer der Verantwortlichen für die NSU-Mordserie, Beate Zschäpe, und ihrer Unterstützer in München der Prozess gemacht werden. Deshalb rufen wir dazu auf, am Samstag, den 13. April den Opfern dieser rassistisch motivierten Morde zu gedenken und den Angehörigen unsere Solidarität zuzusichern. Wir stellen uns deutlich gegen alltäglichen und staatlichen Rassismus.

Antifa-Demo Samstag, 13.04.2013 13 Uhr München (Stachus)

Aus Tübingen wird es eine gemeinsame Anreise zur Demonstration mit dem Bus geben. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

* Kein Vergeben, kein Vergessen!

(Ein ausführlicher Aufruf folgt in den nächsten Tagen.)