[Burladingen] Aktionsbericht: Keine Plattform der AfD

+++Am Samstag, 09.02.2019 führten einige Rechtsausleger aus der AfD eine Veranstaltung in Burladingen (Zollernalbkreis) durch. Dagegen formierte sich breiter Protest direkt am Veranstaltungsort der Rechten. Daran beteiligten sich bis zu 150 Personen. Auftakt und Abschluss bildeten spontane Demonstrationen. Antifaschistische Graffitis an der Bahnstrecke+++

Die VeranstalterInnen können dem sog. „Flügel“ um Björn Höcke zugerechnet werden. Es handelt sich dabei vor allem um das offen faschistische Segment der rechtspopulistischen Partei, welche mithilfe völkischer Rhetorik einerseits zu provozieren und gleichzeitig die konsequente Umsetzung des parteipolitischen Programms der AfD versucht.
Dabei sind diese Figuren mit Nichten als Hardliner Ihrer Partei zu verkennen. Vielmehr entblößt sich in deren Ausschweifungen das menschenfeindliche Potential der sog. „Alternative für Deutschland“ in unverblümter Art und Weise und bringt neben völkischen Rassismus und Antisemitismus auch zu Tage, das weite Teile der Gesellschaft aber auch gar nichts von der AfD zu erwarten haben. Als Arbeitnehmer*innen profitieren wir in keinster Weise von der AfD! Im Gegenteil: Durch Kürzungen von Sozialleistungen, Erhöhungen der Steuern für die Klasse der Lohnabhängigen bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Protektionismus würde sich unsere Lage noch weiter verschlechtern.
Mit Christina Baum als Rednerin stand die Anmelderin einer Demo in Kandel auf der Rednerliste, auf welcher offene Faschisten den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und einigen Teilen der Bevölkerung mimen. Geeint und koordiniert werden dies von der AfD, als Motor der aktuellen Rechtsentwicklung unserer Gesellschaft und als Profiteur dessen gleichermaßen.
Es ist kein Zufall wenn sich der Blick der VeranstalterInnen auf diesen Ort richtet, nachdem sie in Ulm abgeblitzt sind: Der Bürgermeister Harry Ebert besitzt als ehemaliger Polizist mittlerweile ein Parteibuch der AfD, wurde er doch als parteiloser Kandidat in sein Amt gewählt.

Trotz geringer Mobilisierungszeit beteiligten sich etwa 30 Personen an der Zugfahrt aus Tübingen. Schon auf dem Weg nach Burladingen bemerkten die Aktivist*innen einige antifaschistische Graffitis, welche sich gegen die AfD wendeten und die Motivation noch höher werden ließ! In Burladingen angekommen, wurde sogleich mit einer Spontandemonstration zum Veranstaltungsort der Rechten auf unser Anliegen aufmerksam gemacht: Den Rechten- auch in den ländlichen Gebieten- nicht die Straße zu überlassen! Wir stießen dann an der Stadthalle auf weitere Antifaschist*innen aus der Region, sodass sich etwa 150 Menschen vor der Halle versammelten. Dabei wurden immer wieder Parolen laut wie etwa : Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „Ob PEGIDA oder AfD- Stoppt den Rechtsruck in der BRD“ und „Rassistisch, sexistisch neoliberal- AfD: Partei fürs Kapital“.
Gelegentlich versuchten immer wieder Rechte zu der Veranstaltung zu gelangen. Viele mussten wieder kehrt machen, um sich zum Hintereingang rein zuschleichen, da durch die Antifaschist*innen kein durchkommen war. Entgegen manch Unken und Panikmache im Vorfeld ist es den angereisten Antifas in solidarischer Eintracht mit den Antifaschist*innen von vor Ort gelungen einige kleine Nadelstiche zu setzten und durch Proteste die Veranstaltung der AfD nicht unkommentiert zu lassen. Überdurchschnittlich viele Beamten in Zivil und ein Zug von BFE sicherten die Stadthalle mit Hilfe von Gittern weitläufig ab.
Das antifaschistisch engagierte Menschen in der Region Burladingen immer wieder mit Rückschlägen und einer außergewöhnlich großen Rechten Szene zu kämpfen haben, wurde in einem Redebeitrag der AlbOffensive verdeutlicht. Auch heute waren immer wider einzelne vollbesetzte Autos zu bemerken, aus welchen die Antifaschist*innen angepöbelt wurden. Für mehr hat der Mut anscheinend jedoch nicht gereicht, wurde durch eine weitere Spontandemo gen Bahnhof ein Abschluss gefunden und verdeutlicht, wessen Straße es ist: Nämlich unsere!
Jedoch im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen versucht die AfD sich nun auch auf lokaler Ebene zu festigen, um dort eine weitere Bühne für ihre blau-braune Hetze zu nutzen. Für die Region Tübingen erfährt die rechte Partei vor allem im ländlichen Raum weiten Zuspruch. Nicht nur die jüngsten Wahlergebnisse sondern auch eine handvoll Übergriffe von Nazis auf antifaschistisch Eingestellte Menschen in Burladingen belegen dies. Das heißt für uns, dass wir in nächster Zeit auch dort genauer Hinschauen müssen. Auch wenn die Schwäbische Alb antifaschistisch noch wenig erschlossen scheint, müssen wir die Kräfte vor Ort Stärken welche sich den Rechten entgegen stellen, um gemeinsam der rechten Plage ihren Rückzugsraum zu entziehen!

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[Burladingen] Zugtreffpunkt aus Tübingen gegen die Veranstaltung der AfD am 09.02.2019

Zu den Protesten rund um die AfD-Veranstaltung in Burladingen, gibt es eine gemeinsame Zuganreise aus Tübingen:

Zugtreffpunkt Tübingen
DATUM: Sa, 09.02.2019
ZEIT: 11:15 Uhr
ORT: HBF Tübingen

Nehmt Eure Freund*innen mit +++ Druckt den Flyer aus und verteilt ihn +++ Alle gemeinsam gegen die AfD!

Am Samstag, 09.02.2019 planen einige Rechtsausleger aus der AfD eine Veranstaltung in Burladingen (Zollernalbkreis) abzuhalten. Die VeranstalterInnen können dem sog. „Flügel“ um Björn Höcke zugerechnet werden und sind in Baden-Württemberg als ErstunterzeichnerInnen des „Stuttgarter Aufrufs“ bekannt. Es handelt sich dabei vor allem um das offen faschistische Segment der rechtspopulistischen Partei, welche mithilfe völkischer Rhetorik einerseits zu provozieren und gleichzeitig die konsequente Umsetzung des parteipolitischen Programms der AfD versucht.
Dabei sind diese Figuren mit Nichten als Hardliner Ihrer Partei zu verkennen. Vielmehr entblößt sich in deren Ausschweifungen das menschenfeindliche Potential der sog. „Alternative für Deutschland“ in unverblümter Art und Weise und bringt neben völkischen Rassismus und Antisemitismus auch zu Tage, das weite Teile der Gesellschaft aber auch gar nichts von der AfD zu erwarten haben. Als Arbeitnehmer*innen profitieren wir in keinster Weise von der AfD! Im Gegenteil: Durch Kürzungen von Sozialleistungen, Erhöhungen der Steuern für die Klasse der Lohnabhängigen bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Protektionismus würde sich unsere Lage noch weiter verschlechtern.
Mit Christina Baum als Rednerin steht die Anmelderin einer Demo in Kandel auf der Rednerliste, auf welcher offene Faschisten den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und einigen Teilen der Bevölkerung mimen. Geeint und koordiniert wird dies von der AfD, als Motor der aktuellen Rechtsentwicklung unserer Gesellschaft und als Profiteur dessen gleichermaßen.
Nicht nur durch die dezentrale Lage von Burladingen, erhoffen sich die Verantwortlichen einen reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltung. Es ist kein Zufall wenn sich der Blick der VeranstalterInnen auf diesen Ort richtet, nachdem sie in Ulm abgeblitzt sind: Der Bürgermeister Harry Ebert besitzt als ehemaliger Polizist mittlerweile ein Parteibuch der AfD, wurde er doch als parteiloser Kandidat in sein Amt gewählt.
Im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen versucht die AfD sich nun auch auf lokaler Ebene zu festigen, um dort eine weitere Bühne für ihre blau-braune Hetze zu nutzen.

Somit steht fest: Rechte Hetze werden wir auch in Burladingen nicht dulden! Wir wollen den Rechten dort wo sie auftreten entschlossen begegnen und müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wir werden die Proteste vor Ort unterstützen.
Dem Rassismus keinen Raum und den Hetzern keine Ruhe!

[RT] Am 08.02. gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen – Keinen Raum den rechten Hetzern! Zugtreffpunkt aus Tübingen

Wir weisen hiermit auf den Zugtreffpunkt des OTFR gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen hin!

Zugtreffpunkt aus Tübingen:

Wann? Freitag, 08.02., 16:20 Uhr
Wo? Tübingen Hauptbahnhof

Auf ein frohes Neues – und immer wieder…! – Gegen den Neujahrsempfang der AfD in Reutlingen

Zum wiederholten mal veranstaltet die sog. Alternative für Deutschland am 08. Februar ihren Neujahrsempfang im Spitalhof am Reutlinger Marktplatz.
Die Veranstaltung dient der Vernetzung und Etablierung rechter Kräfte in Reutlingen und der Region und darf nicht losgelöst von der diesjährig statt findenden Kommunalwahl in Baden-Württemberg betrachtet werden.
Bei der Kommunalwahl werden Vertreter*innen von Stadt und Gemeinde gewählt.
Natürlich wird die AfD ihren Neujahrsempfang auch als Plattform zur Wahlpropaganda für diesen nutzen. Am 29. Juni 2018 schon fand zum Auftakt des Kommunalwahlkampfes der AfD ein sog. Bürgerdialog im Spitalhof Reutlingen statt. Dieser sollte der Themensammlung ihres Kommunalwahlprogramms dienen. Trotz des früh gewählten Termins sind bis heute keine Inhalte, Pläne und Forderungen zu ihrer kommunalen Politik in Reutlingen zu finden.
In ihrem Online Auftritt nimmt der Kreisverband Reutlingen viel mehr Bezug auf Landes- und Bundespolitik.

Die Afd ist die Partei des Rechtsrucks. Sie ist gleichzeitig Akteur und Proviteur dessen und gewinnt aus der kapitalistischen Krise an Stärke. In den Parlamenten gibt sie der extremen Rechten wieder eine eigenständige Stimme und verschiebt das im öffentlichen Diskurs Sagbare immer weiter nach Rechts. Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag hat sich die gesellschaftliche Debatte weiter nach rechts verschoben! Dass Forderungen, die wie von der AfD abgeschrieben wirken, inzwischen von nahezu jeder anderen Partei vorgebracht werden, scheint inzwischen an der Tagesordnung.
Die AfD steht mit ihrer Politik für ein reaktionäres Frauenbild, für die Verschärfung sozialer Ungleichheit und für menschenfeindliche Mechanismen der Ausgrenzung. So sucht man beispielsweise nach dem Thema des sozialen Wohnungsbaus in ihrem Parteiprogramm vergebens, eine Mietpreisbremse hält die AfD für unnötig. Ganz nach dem Motto „Nach oben buckeln und nach unten treten“ spaltet sie all diejenigen, die ein Interesse an einer echten Alternative zu den aktuellen Verhältnissen haben.
Sie ist also weder die Partei „des kleinen Mannes“ noch die „der kleinen Frau“, und hat im Hauptorgan der Politik in Reutlingen, dem Gemeinderat, und überall sonst nichts zu suchen.

Es gilt, ob in Reutlingen oder sonstwo, gegen rechte Hetze aktiv zu werden, denn jede Veranstaltung dieser Art ist ein weiterer Schritt in eine Gesellschaft, in der Rassismus, Sexismus und Homophobie akzeptiert werden. Hierzu rufen wir all diejenigen auf, die etwas gegen Nazis und Rechte unternehmen wollen: SchülerInnen, Azubis, Studierende, Lohnabhängige und Angestellte… und alle anderen!
Lasst uns gemeinsam und solidarisch unsere Stimmen und Hände erheben – nicht zum neujahrlichen Gruß oder Sektstößchen mit der AfD. Sondern gegen rassistische Hetze und für ein solidarisches Miteinander!

Deshalb rufen auf den antifaschistischen Block der Bündnisdemonstration durch Reutlingen, der Kundgebung auf dem Reutlinger Marktplatz und vielfältigem Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD auf!

Dem Rassismus keinen Raum und den Hetztern keine Ruhe!

[Kommunalwahl] Erster Flyer

Am 26. Mai 2019 stehen die Kommunal – und Europawahlen an. Gemeinsam mit anderen Gruppen haben wir einen Flyer herausgegeben, der eine erste Sensiblität schaffen soll!
Ihr könnt euch den Flyer selbst ausdrucken, oder ihr schreibt uns eine Mail an antifaaufbautue@mtmedia.org um ihn zuerhalten!

Außerdem enthält er einen Hinweis auf die alljährliche Nazifackelmahnwache in Pforzheim am 23. Februar 2019

FLYER

[Veranstaltung] Jugendliche im antifaschistischen Widerstand. Hans Gasparitsch und die Gruppe G


Dienstag, 22. Januar 2019
Beginn: 20:00
Ort: Club Voltaire

Hans Gasparitsch gehörte als Jugendlicher der Stuttgarter Widerstandsgruppe G an. Zehn Jahre, seine ganze Jugendzeit, verbrachte er in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Nach 1945 gründete er zusammen mit anderen ehemaligen Verfolgten und Widerstandskämpfern die VV-BdA. Er konnte sich seine Menschlichkeit bewahren, blieb zeitlebens Kommunist und engagierte sich bis zuletzt gegen Faschismus und Krieg. Beeindruckend waren die vielen Veranstaltungen in denen er seine Erfahrungen an junge Menschen weitergab.

In Filmausschnitten wird das Leben von Hans Gasparitsch dokumentiert.

Janka Kluge, die Geschäftsführerin der VVN-BdA Baden-Württemberg, berichtet über die Arbeit der Gruppe G, als einem Beispiel für die vielen Aktivitäten antifaschistischen Widerstands von Jugendlichen m nationalsozialistischen Deutschland.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Tübingen und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Tübingen

[AntifaHistory]Transparentaktion und Wandzeitung zum 9. November

Um auf den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht aufmerksam zu machen, wurden an verschiedenen Brücken, über die B27 bzw. B28, Transparente mit der Aufschrift „They burned down houses and synagogues, the brought up war…Now they are back! Fight them! 9.November 1938“ bzw. „Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch. Nie wieder Faschismus! 9. November 1938“ aufgehängt.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden im gesamten „Deutschen Reich“ Synagogen, jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe von den deutschen Faschisten geplündert, niedergebrannt und zerstört. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in der industriellen Vernichtung, dem Holocaust mündete.

Zusätzlich zu den Transparenten wurden Wandzeitungen in der Innenstadt verklebt. Auf diesen wird über die Zerstörung der Tübinger Synagoge informiert und auf die Aktualität von faschistischer Gewalt und die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr eingegangen. Ein dritter Text setzt sich mit dem irreführenden Begriff des „Nationalsozialismus“ auseinander.

Im Gedenken an alle Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft!
Remember the past – Fight in the present
Erinnern heißt kämpfen!

[Antifa History] Jugend im Krieg und Faschismus – Ein Gespräch mit Heidi und Heinz Hummler

in Gedenken an den 09. November 1938

Montag 26.November 2018, 19 Uhr Club Voltaire, Haaggasse 26b Tübingen

Heidi Hummler arbeitete nach 1945 im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes mit an der Aufklärung von
NS-Verbrechen in Baden-Württemberg.
Der Vater von Heinz, Anton Hummler gründete in Stuttgart eine
antifaschistische Widerstandsgruppe. Er wurde verhaftet, zum Tode
verurteilt und 1944 hingerichtet.
Beide traten auch nach 1945 gegen Wiederaufrüstung und Rechtsentwicklung
ein und sind bis heute in der VVN-BdA aktiv.
Als Zeitzeugen berichten sie über den Kampf für Frieden und Demokratie
im Faschismus und in der Bundesrepublik und geben ihre Erfahrungen und
Schlussfolgerungen für die heutigen Auseinandersetzungen weiter.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen und
der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Tübingen-Mössingen

[Kandel] Am 06. Oktober auf nach Kandel – Eingreifen wenn’s wichtig ist! Zugtreffpunkt aus Tübingen – AKTUALISIERUNG!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des Offenen Treffens gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region

WANN? Samstag, 06.10.2018 – 07:20 Uhr
WO? Tübingen HBF

Das beschauliche Örtchen Kandel am Rande des VRN-Gebietes hat sich in diesem Jahr zu einem wichtigen Schauplatz des Kampfes gegen den Aufstieg der politischen Rechten in Deutschland entwickelt. Schon Monate vor den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz marschierte der rechte Mob durch Kandels Straßen. Der in Kandel erprobte Mobilisierungsmythos „deutsche Opfer, fremde Täter“ ist zu einer festen Säule ds von der AfD zum Ziel erkorenen Ausbaus ihrer Handlungsfährigkeit auf der Straße geworden.

In den letzten Monaten flaute der Protest gegen die rechten Aufmärsche in Kandel kontinuierlich ab. Zwar folgen den Aufrufen nur noch ein paar Hundert statt ein paar Tausend Demonstranten, dennoch scheint es dem „Frauenbündnis“ rund um den Anmelder und Showmaster Marco Kurz allmählich zu gelingen sich im Kandeler Alltag zu etablieren.

Wir sagen es ist an der Zeit auch in Kandel eine neue antifaschistische Offensive zu beginnen. Wir müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wer es ehrlich meint mit der Entrüstung über die rassistische Gewalt in chmenitz kann das am 06. Oktober in Kandel unter Beweis stellen.

Alle gemeinsam – gegen den Faschismus!

Rechts rockt nicht!

Im Folgenden weisen wir auf eine Broschüre der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Stuttgart hin, welche sich mit rechten Lebenswelten in der Subkultur und insbesondere dem „Rock dein Leben Festival“ auseinandersetzt.
Das Festival findet vom 19. bis zum 21. Juli 2018 in Laichingen, einer kleinen Stadt in der schwäbischen Provinz statt!

den vollständigen Text findet ihr unter: Rechts rockt nicht!

„Ein neuer Sturm durchweht das Land – Rock dein Leben im Juli 2018 in Süddeutschland.“ So kann man es in dem Veranstaltungshinweis des „Rock Dein Leben“ Festivals auf Facebook lesen. Auf den ersten Blick sieht es nach einem dieser Großevents aus, bei denen es schlicht um ausgelassenes Feiern, ein großangelegtes Gelage und harte Gitarrenmusik geht. Beim näheren hinschauen aber lässt es einen erschauern. Nicht nur, dass als einer der Headliner die äußerst zweifelhafte Deutschrockband Frei.wild auftreten darf. Nein, es werden mit Bands wie Krawallbrüder und Goitzsche Front, die dem ganz klar rechtsoffenen Spektrum zu gerechnet werden können, die härteren Kaliber aufgefahren. Eine solche Veranstaltung ist kein unangenehmer Einzelfall, sondern in Deutschland während der Sommerzeit ein sich leider häufendes Problem. In dieser Größenordnung sei hier das Grauzonenfestival „Spirit of the Streets“ genannt. Als angeblich unpolitische Musikfestivals geben sie einer rechten und mindestens rechtsoffenen Subkultur einen Raum sich auszutauschen, zu reproduzieren und ungehemmt ihre ekelhaft prolligen Stammtischparolen von sich zu geben. Anlass für uns Stuttgarter AntifaschistInnen, uns dem Thema einmal näher anzunehmen und zu versuchen Aufklärung zu schaffen. Das Thema Grauzone und rechte Lebenswelten in der Subkultur bleibt oft ein Thema, dass von den Menschen diskutiert und bearbeitet wird, die sich vor allem in fortschrittlichen Subkulturen bewegen und diese auch klar davon abgrenzen. Mit Frei.Wild und anderen Deutschrockgrößen wie Krawallbrüder, die durch ihren rebellischen und patriotischen „Way of Life“ für viele ansprechend sind, entwickelt sich aber ein Problem, dass auch im größeren gesellschaftlichen Rahmen auftritt. Es sind nicht mehr die kleinen Szene-Klitschen und Punkrock-Schuppen in denen man für eine „saubere Szene“ sorgen und klare Kante zeigen muss. Zu Tausenden pilgern die Rock-Liebhaber zu den Veranstaltungshallen und -arenen um unpolitisch angestrichenen Deutschrock zu feiern.

Antifas vor Gericht – Bericht zur solidarischen Prozessbegleitung für zwei Antifaschist*innen in Rottenburg a.N.

Den vollständigen Bericht findet ihr unter: Solidarität&Widerstand

Am 29. April 2017 versuchten sieben Anhänger der faschistischen Partei „Der III. Weg“ einen antifaschistischen Infostand in der Innenstadt Rottenburgs am Neckar anzugreifen.
Die Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen. Einige der anwesenden Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen.
Es kam am 16. Juli 2018 im Amtsgericht Rottenburg a. N. zur Verhandlung. Dabei wurden zwei Antifaschist*innen verurteilt und Nazis wurden als Zeugen zur Stütze der Anklage geladen.
Um die zwei Genoss*innen vor Ort zu unterstützen fanden sich ca. 50 Personen vor dem Amtsgericht ein und hielten in Solidarität zu den Angeklagten eine Kundgebung ab.
Mehre Redebeiträge und Musik begleiteten die Kundgebung. Im Anschluss daran begab man sich kollektiv in den Gerichtssaal.