Rechts rockt nicht!

Im Folgenden weisen wir auf eine Broschüre der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Stuttgart hin, welche sich mit rechten Lebenswelten in der Subkultur und insbesondere dem „Rock dein Leben Festival“ auseinandersetzt.
Das Festival findet vom 19. bis zum 21. Juli 2018 in Laichingen, einer kleinen Stadt in der schwäbischen Provinz statt!

den vollständigen Text findet ihr unter: Rechts rockt nicht!

„Ein neuer Sturm durchweht das Land – Rock dein Leben im Juli 2018 in Süddeutschland.“ So kann man es in dem Veranstaltungshinweis des „Rock Dein Leben“ Festivals auf Facebook lesen. Auf den ersten Blick sieht es nach einem dieser Großevents aus, bei denen es schlicht um ausgelassenes Feiern, ein großangelegtes Gelage und harte Gitarrenmusik geht. Beim näheren hinschauen aber lässt es einen erschauern. Nicht nur, dass als einer der Headliner die äußerst zweifelhafte Deutschrockband Frei.wild auftreten darf. Nein, es werden mit Bands wie Krawallbrüder und Goitzsche Front, die dem ganz klar rechtsoffenen Spektrum zu gerechnet werden können, die härteren Kaliber aufgefahren. Eine solche Veranstaltung ist kein unangenehmer Einzelfall, sondern in Deutschland während der Sommerzeit ein sich leider häufendes Problem. In dieser Größenordnung sei hier das Grauzonenfestival „Spirit of the Streets“ genannt. Als angeblich unpolitische Musikfestivals geben sie einer rechten und mindestens rechtsoffenen Subkultur einen Raum sich auszutauschen, zu reproduzieren und ungehemmt ihre ekelhaft prolligen Stammtischparolen von sich zu geben. Anlass für uns Stuttgarter AntifaschistInnen, uns dem Thema einmal näher anzunehmen und zu versuchen Aufklärung zu schaffen. Das Thema Grauzone und rechte Lebenswelten in der Subkultur bleibt oft ein Thema, dass von den Menschen diskutiert und bearbeitet wird, die sich vor allem in fortschrittlichen Subkulturen bewegen und diese auch klar davon abgrenzen. Mit Frei.Wild und anderen Deutschrockgrößen wie Krawallbrüder, die durch ihren rebellischen und patriotischen „Way of Life“ für viele ansprechend sind, entwickelt sich aber ein Problem, dass auch im größeren gesellschaftlichen Rahmen auftritt. Es sind nicht mehr die kleinen Szene-Klitschen und Punkrock-Schuppen in denen man für eine „saubere Szene“ sorgen und klare Kante zeigen muss. Zu Tausenden pilgern die Rock-Liebhaber zu den Veranstaltungshallen und -arenen um unpolitisch angestrichenen Deutschrock zu feiern.

Antifas vor Gericht – Bericht zur solidarischen Prozessbegleitung für zwei Antifaschist*innen in Rottenburg a.N.

Den vollständigen Bericht findet ihr unter: Solidarität&Widerstand

Am 29. April 2017 versuchten sieben Anhänger der faschistischen Partei „Der III. Weg“ einen antifaschistischen Infostand in der Innenstadt Rottenburgs am Neckar anzugreifen.
Die Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen. Einige der anwesenden Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen.
Es kam am 16. Juli 2018 im Amtsgericht Rottenburg a. N. zur Verhandlung. Dabei wurden zwei Antifaschist*innen verurteilt und Nazis wurden als Zeugen zur Stütze der Anklage geladen.
Um die zwei Genoss*innen vor Ort zu unterstützen fanden sich ca. 50 Personen vor dem Amtsgericht ein und hielten in Solidarität zu den Angeklagten eine Kundgebung ab.
Mehre Redebeiträge und Musik begleiteten die Kundgebung. Im Anschluss daran begab man sich kollektiv in den Gerichtssaal.

[Solidarität & Widerstand] Kundgebung und Zugtreffpunkt aus Tübingen zur solidarischen Prozessbegleitung am 16. Juli in Rottenburg a.N.

Zugtreffpunkt aus Tübingen zur Kundgebung am Montag, 16. Juli, 12:00 Uhr vor dem Amtsgericht Rottenburg a.N.:

wann?: Montag, 16. Juli 2018, 11:00 Uhr
wo? : Tübingen HBF

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III. Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar. Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.

Nun wurde der erste Prozess terminiert, bei dem 2 AntifaschistInnen auf der Anklagebank sitzen.

Dieser findet am Montag, 16.07.2018 um 13:30 Uhr im Amtsgericht Rottenburg statt. Im Rahmen der Kampagne Solidarität und Widerstand rufen wir zu einer solidarischen Prozessbegleitung auf!

Weitere Informationen und die Solidaritätserklärung gibt es auch unter: Solidarität&Widerstand

[Solidarität & Widerstand] Antifas auf der Anklagebank – Auf zur solidarischen Prozessbegleitung in Rottenburg

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III. Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar. Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.

Nun wurde der erste Prozess terminiert, bei dem 2 AntifaschistInnen auf der Anklagebank sitzen.

Dieser findet am Montag, 16.07.2018 um 13:30 Uhr im Amtsgericht Rottenburg statt. Im Rahmen der Kampagne Solidarität und Widerstand rufen wir zu einer solidarischen Prozessbegleitung auf!

Dazu wird es in Kürze ein Zugtreffpunkt geben um eine gemeinsame Anfahrt aus Tübingen möglich zu machen.

Weitere Informationen gibt es auch unter: Solidarität+Widerstand

Im Folgenden veröffentlichen wir eine gemeinsame Solidaritätserklärung mit den von Repression betroffenen AntifaschistInnen.
Wir rufen weiterhin dazu auf, desen Text und die AntifaschistInnen + Unterstützer*innen Kreis zu unterstützen.

Kontakt: SoWi@mtmedia.org

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III.Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar.
Die Partei ist eine neue faschistische Struktur, die sich 2013 gründete und seit dem immer wieder in die Öffentlichkeit drängt. „Der III. Weg“ ist als faschistisches Projekt im Aufbau begriffen und versucht dabei immer wieder innerhalb der extremen Rechten für ihr Konzept zu werben und sich als führende Kraft zu präsentieren.

In Baden-Württemberg war die faschistische Partei zu Anfangs vor allem in Göppingen, Villingen-Schwenningen und Rottenburg a.N. aktiv.
Antifaschistischer Widerstand ließ dort nicht lange auf sich warten und so schickten sich einige Antifaschist*innen an, auch in Rottenburg a.N. über die Kleinstpartei zu informieren, auf deren rechte Aktivitäten aufmerksam zu machen und vor allem um ihrem antifaschistischen Widerstand Ausdruck zu verleihen.
Die vielschichtige antifaschistische Präsenz in der Stadt schien auch an den Faschisten des
„III. Wegs“ nicht vorbeigegangen zu sein. So versuchten einige Mitglieder der Partei am 29.04.2017 einen antifaschistischen Infostand in der Neckarstadt anzugreifen.
Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mehrere Monate später gab es in Villingen-Schwenningen eine, in diesem Kontext begründete, Hausdurchsuchung der Polizei. Am frühen Morgen des 8. August 2017 stürmten BFE Polizisten in Begleitung der Kripo Esslingen eine Wohngemeinschaft. Der Grund: Zwei Genoss*innen aus der Doppelstadt wirft die ermittelnde Staatsanwaltschaft vor in Rottenburg den Faschisten erfolgreiche Gegenwehr geleistet zu haben.
Während der Hausdurchsuchung wurden zahlreiche Gegenstände beschlagnahmt, ein Großteil davon musste von der Polizei schon bald darauf wieder ausgehändigt werden.
Was bleibt ist die Kriminalisierung aktiver Antifaschist*innen. Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.
In den kommenden Prozessen werden auch Faschisten aus dem Kreise der eigentlichen Angreifer als Zeugen fungieren – mit dem Ziel die Anklagen der Staatsanwaltschaft zu stützen und dem Gericht die passenden Aussagen zu einer Verurteilung von Antifaschist*innen zu liefern.
Auch Antifaschist*innen aus Tübingen sind von dieser Repression bedroht!

Zur Unterstützung dieser Antifaschist*innen hat sich ein Kreis von Aktivist*innen gegründet, um die Betroffenen solidarisch zu Unterstützen. Konkret heißt das für uns, dass wir unsere Genoss*innen nicht alleine lassen werden. Ihre Prozesse solidarisch und politisch begleiten und die Soliarbeit koordinieren.

Aufgabe einer aktiven antifaschistischen Bewegung, als ein Teil dessen wir uns begreifen, ist es Menschen die von Repression betroffen sind nicht alleine zu lassen. Wichtiger Bezugspunkt einer antifaschistischen Bewegung ist der aktive Widerstand!

Zeigen wir uns mit dem Angeklagten solidarisch und begleiten sie vor Gericht. Stehen wir gemeinsam für eine aktive linke antifaschistische Bewegung ein.

Für Solidarität und Widerstand!
Kontakt: SoWi@mtmedia.org Homepage: http://otfr.blogsport.de/solidaritaet-widerstand/

Unterstützer*innen:
Antifaschistische Aktion Karlsruhe, Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart, Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen, Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen, Antifa Reutlingen/Tübingen, Epplehaus Jugendzentrum e.V., iL Tübingen, Rote Hilfe Stuttgart, Wohnprojekt Ludwigstraße15 Tübingen, Trotz Alledem!, Offenes antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen, Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region (OTFR), 4-Häuser Projekt Tübingen

[Augsburg] Bericht über die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag

für weitere Bilder checkt: Tueinfo

Wir haben in Augsburg am 30. Juni mit vielfältigen Aktionen eine Antwort auf den gesellschaftlichen Rechtsruck gegeben. Nicht nur gegen die rechte Sammlungspartei AfD mit ihrem immer stärkeren faschistischen Flügel, sondern auch gegen die sich rasend radikalisierende Regierungspartei CSU. Gegen rassistische Hetze, mörderische Abschiebe- und Abschottungspolitik waren Tausende auf der Straße. Die CSU wollte den ersten AfD-Bundesparteitag in Bayern im abgelegenen Messezentrum mit einer Polizeiarmee schützen, die jeden kämpferischen antifaschistischen Widerstand im Keim ersticken sollte. Doch der Tag hat gezeigt: entschlossenes Handeln lässt sich nicht unterbinden!

Am frühen Morgen startete eine Outing-Aktion gegen den stellvertretenden Schatzmeister der AfD in Augsburg Andreas Jurca im Stadtteil Pfersee. Plakate und gesprühte Parolen an seinem Wohnhaus rissen ihn aus der Anonymität. Jede*r diese*r rassistischen Hetzer*innen ist verantwortlich für Übergriffe und mörderische Abschottung und kann jederzeit persönlich dafür zur Verantwortung gezogen werden. Parallel zog eine Demonstration mit Pyrotechnik vor die Augsburger CSU-Zentrale. Ungehindert von der Polizei und dem im Vorfeld angekündigten Objektschutz.

Obwohl die Polizeiführung das Messezentrum und die Zufahrten massiv mit Gittern, Fahrzeugen und Hundertschaften abgeriegelt hatte, gab es mehrere Blockadeversuche durch entschlossen handelnde Antifaschist*innen, die so den Beginn des Parteitags verzögern konnten. Das war nur möglich, weil ein breites gesellschaftliches Bündnis gemeinsam Protestformen koordiniert hat und man sich nicht ausschließlich in der von der Polizei belagerten Zone an Sperren abarbeitete, sondern eigenständige Akzente gesetzt wurden. Klar ist allerdings auch: mit einer stärkeren Mobilisierung verschiedener antifaschistischer Spektren hätten wir den Antreiber*innen des Rechtsrucks vielleicht größeren Schaden bereiten können.

Zum Abschluss beteiligten sich 5.000 Menschen an der Demonstration vom Messezentrum zum Rathausplatz. Ein starker antikapitalistischer Block mit mindestens 800 Menschen beteiligte sich an der Demonstration und ergänzte den vielfältigen Ausdruck mit einem Toptransparent „Klassenkampf statt Vaterland“ und Pyrotechnik. Dass am Ende ein CSU-Politiker, der Augsburger OB Gribl auf der Schlusskundgebung auftrat, wurde mit dem Bewurf durch Eier, Tomaten, Plastikflaschen und Böllern quittiert.

Die CSU ist für ihren Machterhalt bei der Landtagswahl bereit im Wettstreit mit der AfD skrupellos Rassismus, Hass und Vorurteile gegen Geflüchtete zu schüren. „Heimatminister“ Seehofer ist mitverantwortlich für die Todesopfer der mörderischen Abschottung Europas, indem er Lebensrettung für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer verhindert und kriminalisiert. Die AfD ist insofern die eigentliche Schwesterpartei der CSU. Beide Parteien vertreten die Interessen der Kapitalbesitzenden und betreiben eine Arbeiter*innen-feindliche Politik. Beide Parteien organisieren faktisch einen rassistischen Krieg gegen Menschen auf der Flucht.

Der Tag mit einem absurd hohen Bullenaufgebot hat einmal mehr gezeigt, dass ein voranschreitender Rechtsruck die Ausgangsbedingungen für antifaschistischen Widerstand erheblich erschwert und die Aktionsformen dementsprechend angepasst werden müssen. Durch Asymmetrie und Unberechenbarkeit – ohne dabei zu vergessen, dass wir möglichst viele Leute erreichen und in diesen Kampf einbinden möchten! – wurde in letzter Zeit immer wieder gezeigt, wie ein Umgang mit der neuen Situation in Zukunft aussehen könnte. Diese Ansätze sollten diskutiert und entsprechend weiter entwickelt werden!

Denn: Wir befinden uns in einer historischen Situation, in der es gilt, den Rechtsruck und die gesellschaftliche Barbarei mit allen Mitteln abzuwenden, die notwendig sind. Insofern war Augsburg nur eine Schlacht, aber der Kampf geht weiter!

[Reutlingen] Kundgebung gegen den sog. Bürgerdialog der AfD: Dem Rassismus keinen Raum und den Hetzern keine Ruhe!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des Offenen Treffens gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region und unterstützen den Aufruf!

Kundebung am Freitag, 29. Juni 2018 um 17:30 Uhr auf dem Reutlinger Marktplatz gegen die AfD-Veranstaltung im Reutlinger Spitalhof!

Zugtreffpunkt für Tübingen:

Freitag, 29. Juni 2018
16:45 Uhr
Tübingen HBF

Zum Aufruf kommt ihr HIER

Zum Bericht über die Kundgebung und für Fotos checkt die homepage von OTFR

[Augsburg] BUSANREISE aus Tübingen gegen den AfD-Parteitag: Keine Ruhe den rechten Hetzern!

…man muss den rollenden Schneeball zertreten, die Lawine hält keiner mehr auf!

Erich Kästner

Es gibt eine gemeinsame Busanreise aus Tübingen am 30. Juni 2018 nach Augsburg.
KARTEN für den Bus könnt ihr am Mittwoch, 20. Juni 2018 und am Mittwoch, 27. Juni 2018 ab 21:00 Uhr in der Hausbar der Schellingstaße 6 kaufen..
Wenn ihr diese Termine nicht wahrnehmen könnt, schreibt uns gerne ein Mail an: antifaaufbautue@mtmedia.org.

Alle wichtigen Informationen erhaltet Ihr bei der Infoveranstaltung am Freitag, 15.06.2018 ORT: CLUBHAUS (Wilhelmsstraße) um 19:00 Uhr.

Aufruf:

Am Wochenende des 30. Juni bis zum 1. Juli 2018 wollen mitten im rechts geprägten bayrischen Landtagswahlkampf 600 Delegierte der sog. „Alternative für Deutschland” für ihren Bundesparteitag zusammenkommen.

Der Parteitag wird das Programm der Partei noch weiter nach rechts verschieben. Die Delegierten vernetzen sich, planen und entwickeln ihre Strategie.

Die Partei besteht aus Funktionären, die aus der gesellschaftlichen Elite kommen und sich als eine Alternative zum herrschenden System darstellen. Tatsächlich sind sie nur eine andere Fraktion innerhalb der bestehenden kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse. Die AfD ist eine Partei, die Rassismus, Sexismus, Homophobie und Hass auf Arme und Arbeitslose aktiv in die Gesellschaft trägt.

Sie ist die Partei des Rechtsrucks. Aus der Krise des Kapitalismus gewinnt sie an Stärke, da sie einen Unmut in der Gesellschaft falsch kanalisiert. Sie ist aber nicht nur ein Akteur dieser Verschiebung, sie organisiert diese und treibt den Rechtsruck voran.

So hat sich die Partei in vielen Orten, mit Bürgerbüros, Stammtischen und regelmäßigen Veranstaltungen beinahe etabliert. Ihre Sitze in den Parlamenten nutzt sie als Bühne für ihre Hetze und als Geldquelle, so beschäftigt die Bundestagsfraktion mehrere klassische Neonazis als “Mitarbeiter”. Darüber hinaus unter- stützt sie viele rechte Organisationen und Spektren, wie die Identitären durch Geld und Infrastruktur und führt rechte Bündnisse aus Rassisten, rechten Hooligans, offenen Faschisten, Ultrareligiösen und verschwörungstheroetischen Spinnern an.

Kurz gesagt, die AfD hat neben ihrer parlamentarischen Verankerung eine führende Rolle in der Organisation einer rechten Bewegung auf der Straße und in den gesellschaftlichen Debatten eingenommen.
Leider wird dies in der Gesellschaft von vielen so hingenommen. Ellenbogenmentalität und Vereinzelung führen zu einer Passivität und zu einem Mangel an politischem Widerstand gegen diese Rechtsentwicklung. Protest und Widerstand gegen den Rechtsruck ist jedoch wichtig und richtig! Der Rechtsruck verschlechtert unsere Lebenssituation und zieht sich durch verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Zum Beispiel durch dieDiskriminierung von Migran- tInnen, die Hochrüstung des Polizeiapparats und eine aggressive Kriegspolitik nach außen. Diese Entwicklung darf nicht ignoriert werden und der Widerstand gegen diesen Angriff darf nicht im Schreiben kluger Texte aufhören.

Wir können nicht verhindern, dass rechte Strukturen sich formieren und immer wieder neu entstehen. Die Grundlage rechter Ideen ist und bleibt eine kapitalistische Wirtschaft und eine Gesellschaft der Konkurrenz. Erst mit der Überwindung dieser können wir die Angriffe der Rechten endgültig konsequent zurückdrängen. Was wir aber als antifaschistische Bewegung tun können und müssen ist massenhaft Leute, insbesondere auch Lohnabhängige zu gewinnen, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Und zwar nicht nur aus moralischen Gründen, sondern aus ihren objektiven Interessen heraus.
Auch der weiße, heterosexuelle Lohnabhängige mit gesichertem Arbeitsplatz, der nicht unmittelbar selbst von prekären Lebensbedingungen betroffen ist hat ein objektives Interesse am antifaschistischen Kampf und Zurückdrängen der Rechten. Denn wenn Nazis und Reaktionäre gegen Linke und fortschrittliche Bewegungen vorgehen, dann gehen sie gegen die einzigen Kräfte vor, die sich jetzt und in Zukunft konsequent an der Seite der Lohnabhängigen für ihre Interessen einsetzen.

Die Gegebenheiten für den Protest gegen den Bundesparteitag sind nicht einfach. Die Polizei wird ihre militärische Übermacht ausspielen und die Rechten fahren bewusst an die Messe, wo Widerstand leicht erschwert werden kann.

Doch wir dürfen es nicht hinnehmen, dass rechte Hetzer sich organisieren. Der Widerstand gegen Rechts bietet auch Chancen und Möglichkeiten für uns. Wir müssen kontinuierlich längerfristig angelegte Strukturen erarbeiten, um eine antifaschistische Organisation aufzubauen. Wir müssen eine konsequente Praxis haben und ansprechbar sein.

Dabei sollen alle mitmachen, die etwas gegen Nazis und Rechte unternehmen wollen: SchülerInnen, Azubis, Studierende, Lohnabhängige und Angestellte… alle brauchen wir, um eine starke, schlagkräftige Gegenmacht aufzubauen!

Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart

Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen

Antifaschistische Aktion Karlsruhe

Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen

Antifaschistischer Aufbau München

[S] 12. Mai, Feuerbach: Keine Straße den Rechten!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des OTFR’s zu den antifaschistischen Protesten gegen eine Demonstration der „JA“, Jugendorganisation der rechtspopulistischen „AfD“:

Das OTFR ruf zur Beteiligung auf und macht auf folgenden Zugtreffpunkt für Tübingen aufmerksam:

DATUM: 12. MAI 2018
UHRZEIT: 10:00 UHR
ORT: TÜBINGEN HAUPTBAHNHOF

Zugtreffpunkt aus Tübingen zu den antifaschistischen Protesten am 12. Mai in Stuttgart

Für Samstag, den 12. Mai 2018 hat die Jugendorganisation der rechtspopulistischen AfD (JA) zu einer Demonstration in Stuttgart-Feuerbach aufgerufen. Es ist nicht das erste Mal, dass rechtspopulistische Kräfte versuchen in Stuttgart einen Fuß auf die Straße zu bekommen. Wirklich gelungen ist ihnen das bisher nicht. Und dabei soll es bleiben!

Vordergründiger Anlass für den geplanten rechten Marsch am Samstag ist der Neubau der DITIB-Moschee im Feuerbacher Industriegebiet. Kritik am Moschee-Verband DITIB ist nicht neu. DITIB ist als Verband uneingeschränkter Verfechter der reaktionären Politik Erdogans. Rechte mobilisieren also gegen Rechte? Das eigentliche Ziel der AfD-Mobilisierung ist nur vordergründig die Kritik an DITIB. AfD, „Junge Alternative“ (JA) und Co wollen in Feuerbach Stimmung gegen Migrant*innen machen.

Das dürfen wir nicht zulassen! Dort, wo Rechte mit ihrer rassistischen Hetze die Straße dominieren, prägen sie früher oder später auch andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Und dann betrifft das Problem nicht nur Minderheiten und Andersdenkende. Rechte Politik ist immer Politik zu Ungunsten der Mehrheit. Die AfD ist z.B. gegen die Geschlechtergleichberechtigung, will das Gesundheitssystem zu Gunsten der Wohlhabenden privatisieren und hetzt gegen gewerkschaftliche
Mitbestimmung.
Die Hetze gegen Migrant*innen in Feuerbach ist also der versuchte Anfang dieser Kette. Ein Grund mehr, ihnen einen deutlichen Strich durch die Rechnung zu machen.

Ohne wenn und aber: Rassisten haben auf den Straßen dieser Stadt nichts verloren!
Kommt nach Feuerbach! Bringt Freund*innen, Kolleg*innen und Nachbar*innen mit!
Gemeinsam erteilen wir der Hetze von Rechts eine klare Absage!

Quelle: antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region

[Kurzbericht] Proteste gegen den sog. „Bürgerfrühschoppen“der Tübinger Verbindungen am 06. Mai 2018

Am Sonntag, den 06. Mai 2018 ab 11:00 Uhr war der vom „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ (AKTV) veranstaltete sog. „Bürgerfrühschoppen“ auf dem Platz vor der alten Burse in der Tübinger Innenstadt angekündigt. Der „Bürgerfrühschoppen“ löste im Jahr 2009 das jährlich vom 30. April auf den 1. Mai statt findende Maisingen der Verbindungen in Tübingen ab.

Dagegen ereignete sich vielfältiger direkter Protest um für soziale Gleichheit und eine solidarische Gesellschaft einzutreten. Die Zufahrtswege zur alten Burse waren zeitweise durch Menschen blockiert. Abschluss der Proteste bildete eine Spontandemonstration durch die Tübinger Innenstadt hin zum Hauptbahnhof.

Ab 9:30 versammelten sich an beiden Zugängen zum Platz vor der alten Burse insgesamt 100 Personen um ihrem Protest gegen studentische Verbindungen in Hör- und Sichtweite Ausdruck zu verleihen.
Es gelang Ihnen die Vorbereitungen und den planmäßigen Ablauf des elitären Events zu stören und zu verzögern. Das Fest der rechten Elite konnte nur unter massivem Polizeieinsatz begonnen werden. Die Polizeikräfte agierten mit gezücktem Messer um die Transparente der Aktivist*innen zu zerstören und nahmen dabei keine Rücksicht auf Protestierende. Vielmehr nahmen sie dadurch erhebliche Verletzungen der Antifaschist*innen billigend in Kauf.
Diese ließen sich jedoch in Ihrem Vorhaben nicht beirren und zeigten weiter durch Parolen wie: „Rechten Eliten keine Plattform bieten“ oder „Rassistisch, sexistisch, neoliberal – AfD: Partei fürs Kapital“ Ihre Entschlossenheit. Auch nachdem der Weg für die Burschis durch die Polizei freigeprügelt wurde.
Dies zeigt erneut, dass dem Staat nichts an einer effektiven Perspektive gegen erstarkende rechte Tendenzen innerhalb unserer Gesellschaft gelegen ist. Dies bedeutet für uns um so mehr Initiative zu ergreifen um selbstbestimmt unseren Protest auf die Straße zu tragen!

Unserem Ziel, gemeinsam gegen rückwärtsgewandte Strukturen in Tübingen effektiv etwas entgegen zusetzten, sind wir etwas näher gekommen. Im Jahr 2017 wurde der Anfang gemacht kontinuierlichen Protest gegen das sog. „Bürgerfrühschoppen“ zu initiieren. Dieses Jahr wurden weitere Schritte in die richtige Richtung vollzogen. Wir wollen es auch weiterhin nicht auf sich beruhen lassen und werden unsere antifaschistischen Proteste gegen Burschis weiterführen.
Wenn wir auch die verharmlosende Selbstdarstellung der Verbindungen nicht verhindern konnten, haben wir diese mit unserem direkten Protest konfrontiert und ihre Räume zur ungestörten Entfaltung ihrer rechten Lebenswelt verringert.
An diesen Erfolg wollen wir auch das nächstes Jahr anknüpfen unter dem Motto: Rechten Eliten keine Plattform bieten!

[Tübingen] Mobi-Aktion für die Proteste gegen den Bürgerfrühschoppen der Tübinger Verbindungen am 06.Mai

In Tübingen, Hegelstraße, wurde ein Transparent angebracht, welches auf die antifaschistischen Proteste gegen den Bürgerfrühschoppen der Tübinger Verbindungen am 06.Mai 2018 hinweist. An diesem Tag werden sich die Tübinger Verbindungen zusammenfinden, Bier trinken und sich bürgernah geben.
Studentische Verbindungen sind Profiteure des Rechtsruck und stehen unserem Ziel einer solidarischen Gesellschaft nicht nur im Weg sondern fundamental entgegen.
Deshalb: Rechten Eliten keine Plattform bieten!

Für aktuelle Informationen zu den Protesten kommt zur Mobilisierungsveranstaltung am Donnerstag, 03.Mai 2018, 19:00 Uhr ins Epplehaus, Karlstraße 13!

zum Aufruf: Rechten Eliten keine Plattform bieten – Gegen den Bürgerfrühschoppen der Tübinger Verbindungen!