[AntifaHistory]Transparentaktion und Wandzeitung zum 9. November

Um auf den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht aufmerksam zu machen, wurden an verschiedenen Brücken, über die B27 bzw. B28, Transparente mit der Aufschrift „They burned down houses and synagogues, the brought up war…Now they are back! Fight them! 9.November 1938“ bzw. „Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch. Nie wieder Faschismus! 9. November 1938“ aufgehängt.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden im gesamten „Deutschen Reich“ Synagogen, jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe von den deutschen Faschisten geplündert, niedergebrannt und zerstört. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in der industriellen Vernichtung, dem Holocaust mündete.

Zusätzlich zu den Transparenten wurden Wandzeitungen in der Innenstadt verklebt. Auf diesen wird über die Zerstörung der Tübinger Synagoge informiert und auf die Aktualität von faschistischer Gewalt und die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr eingegangen. Ein dritter Text setzt sich mit dem irreführenden Begriff des „Nationalsozialismus“ auseinander.

Im Gedenken an alle Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft!
Remember the past – Fight in the present
Erinnern heißt kämpfen!

[Antifa History] Jugend im Krieg und Faschismus – Ein Gespräch mit Heidi und Heinz Hummler

in Gedenken an den 09. November 1938

Montag 26.November 2018, 19 Uhr Club Voltaire, Haaggasse 26b Tübingen

Heidi Hummler arbeitete nach 1945 im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes mit an der Aufklärung von
NS-Verbrechen in Baden-Württemberg.
Der Vater von Heinz, Anton Hummler gründete in Stuttgart eine
antifaschistische Widerstandsgruppe. Er wurde verhaftet, zum Tode
verurteilt und 1944 hingerichtet.
Beide traten auch nach 1945 gegen Wiederaufrüstung und Rechtsentwicklung
ein und sind bis heute in der VVN-BdA aktiv.
Als Zeitzeugen berichten sie über den Kampf für Frieden und Demokratie
im Faschismus und in der Bundesrepublik und geben ihre Erfahrungen und
Schlussfolgerungen für die heutigen Auseinandersetzungen weiter.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen und
der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Tübingen-Mössingen

[Kandel] Am 06. Oktober auf nach Kandel – Eingreifen wenn’s wichtig ist! Zugtreffpunkt aus Tübingen – AKTUALISIERUNG!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des Offenen Treffens gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region

WANN? Samstag, 06.10.2018 – 07:20 Uhr
WO? Tübingen HBF

Das beschauliche Örtchen Kandel am Rande des VRN-Gebietes hat sich in diesem Jahr zu einem wichtigen Schauplatz des Kampfes gegen den Aufstieg der politischen Rechten in Deutschland entwickelt. Schon Monate vor den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz marschierte der rechte Mob durch Kandels Straßen. Der in Kandel erprobte Mobilisierungsmythos „deutsche Opfer, fremde Täter“ ist zu einer festen Säule ds von der AfD zum Ziel erkorenen Ausbaus ihrer Handlungsfährigkeit auf der Straße geworden.

In den letzten Monaten flaute der Protest gegen die rechten Aufmärsche in Kandel kontinuierlich ab. Zwar folgen den Aufrufen nur noch ein paar Hundert statt ein paar Tausend Demonstranten, dennoch scheint es dem „Frauenbündnis“ rund um den Anmelder und Showmaster Marco Kurz allmählich zu gelingen sich im Kandeler Alltag zu etablieren.

Wir sagen es ist an der Zeit auch in Kandel eine neue antifaschistische Offensive zu beginnen. Wir müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wer es ehrlich meint mit der Entrüstung über die rassistische Gewalt in chmenitz kann das am 06. Oktober in Kandel unter Beweis stellen.

Alle gemeinsam – gegen den Faschismus!

Rechts rockt nicht!

Im Folgenden weisen wir auf eine Broschüre der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Stuttgart hin, welche sich mit rechten Lebenswelten in der Subkultur und insbesondere dem „Rock dein Leben Festival“ auseinandersetzt.
Das Festival findet vom 19. bis zum 21. Juli 2018 in Laichingen, einer kleinen Stadt in der schwäbischen Provinz statt!

den vollständigen Text findet ihr unter: Rechts rockt nicht!

„Ein neuer Sturm durchweht das Land – Rock dein Leben im Juli 2018 in Süddeutschland.“ So kann man es in dem Veranstaltungshinweis des „Rock Dein Leben“ Festivals auf Facebook lesen. Auf den ersten Blick sieht es nach einem dieser Großevents aus, bei denen es schlicht um ausgelassenes Feiern, ein großangelegtes Gelage und harte Gitarrenmusik geht. Beim näheren hinschauen aber lässt es einen erschauern. Nicht nur, dass als einer der Headliner die äußerst zweifelhafte Deutschrockband Frei.wild auftreten darf. Nein, es werden mit Bands wie Krawallbrüder und Goitzsche Front, die dem ganz klar rechtsoffenen Spektrum zu gerechnet werden können, die härteren Kaliber aufgefahren. Eine solche Veranstaltung ist kein unangenehmer Einzelfall, sondern in Deutschland während der Sommerzeit ein sich leider häufendes Problem. In dieser Größenordnung sei hier das Grauzonenfestival „Spirit of the Streets“ genannt. Als angeblich unpolitische Musikfestivals geben sie einer rechten und mindestens rechtsoffenen Subkultur einen Raum sich auszutauschen, zu reproduzieren und ungehemmt ihre ekelhaft prolligen Stammtischparolen von sich zu geben. Anlass für uns Stuttgarter AntifaschistInnen, uns dem Thema einmal näher anzunehmen und zu versuchen Aufklärung zu schaffen. Das Thema Grauzone und rechte Lebenswelten in der Subkultur bleibt oft ein Thema, dass von den Menschen diskutiert und bearbeitet wird, die sich vor allem in fortschrittlichen Subkulturen bewegen und diese auch klar davon abgrenzen. Mit Frei.Wild und anderen Deutschrockgrößen wie Krawallbrüder, die durch ihren rebellischen und patriotischen „Way of Life“ für viele ansprechend sind, entwickelt sich aber ein Problem, dass auch im größeren gesellschaftlichen Rahmen auftritt. Es sind nicht mehr die kleinen Szene-Klitschen und Punkrock-Schuppen in denen man für eine „saubere Szene“ sorgen und klare Kante zeigen muss. Zu Tausenden pilgern die Rock-Liebhaber zu den Veranstaltungshallen und -arenen um unpolitisch angestrichenen Deutschrock zu feiern.

Antifas vor Gericht – Bericht zur solidarischen Prozessbegleitung für zwei Antifaschist*innen in Rottenburg a.N.

Den vollständigen Bericht findet ihr unter: Solidarität&Widerstand

Am 29. April 2017 versuchten sieben Anhänger der faschistischen Partei „Der III. Weg“ einen antifaschistischen Infostand in der Innenstadt Rottenburgs am Neckar anzugreifen.
Die Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen. Einige der anwesenden Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen.
Es kam am 16. Juli 2018 im Amtsgericht Rottenburg a. N. zur Verhandlung. Dabei wurden zwei Antifaschist*innen verurteilt und Nazis wurden als Zeugen zur Stütze der Anklage geladen.
Um die zwei Genoss*innen vor Ort zu unterstützen fanden sich ca. 50 Personen vor dem Amtsgericht ein und hielten in Solidarität zu den Angeklagten eine Kundgebung ab.
Mehre Redebeiträge und Musik begleiteten die Kundgebung. Im Anschluss daran begab man sich kollektiv in den Gerichtssaal.

[Solidarität & Widerstand] Kundgebung und Zugtreffpunkt aus Tübingen zur solidarischen Prozessbegleitung am 16. Juli in Rottenburg a.N.

Zugtreffpunkt aus Tübingen zur Kundgebung am Montag, 16. Juli, 12:00 Uhr vor dem Amtsgericht Rottenburg a.N.:

wann?: Montag, 16. Juli 2018, 11:00 Uhr
wo? : Tübingen HBF

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III. Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar. Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.

Nun wurde der erste Prozess terminiert, bei dem 2 AntifaschistInnen auf der Anklagebank sitzen.

Dieser findet am Montag, 16.07.2018 um 13:30 Uhr im Amtsgericht Rottenburg statt. Im Rahmen der Kampagne Solidarität und Widerstand rufen wir zu einer solidarischen Prozessbegleitung auf!

Weitere Informationen und die Solidaritätserklärung gibt es auch unter: Solidarität&Widerstand

[Solidarität & Widerstand] Antifas auf der Anklagebank – Auf zur solidarischen Prozessbegleitung in Rottenburg

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III. Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar. Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.

Nun wurde der erste Prozess terminiert, bei dem 2 AntifaschistInnen auf der Anklagebank sitzen.

Dieser findet am Montag, 16.07.2018 um 13:30 Uhr im Amtsgericht Rottenburg statt. Im Rahmen der Kampagne Solidarität und Widerstand rufen wir zu einer solidarischen Prozessbegleitung auf!

Dazu wird es in Kürze ein Zugtreffpunkt geben um eine gemeinsame Anfahrt aus Tübingen möglich zu machen.

Weitere Informationen gibt es auch unter: Solidarität+Widerstand

Im Folgenden veröffentlichen wir eine gemeinsame Solidaritätserklärung mit den von Repression betroffenen AntifaschistInnen.
Wir rufen weiterhin dazu auf, desen Text und die AntifaschistInnen + Unterstützer*innen Kreis zu unterstützen.

Kontakt: SoWi@mtmedia.org

Am 29.04.2017 kam es zu einem versuchten Angriff von Faschisten der Kleinstpartei „Der III.Weg“ auf einen antifaschistischen Infostand in Rottenburg am Neckar.
Die Partei ist eine neue faschistische Struktur, die sich 2013 gründete und seit dem immer wieder in die Öffentlichkeit drängt. „Der III. Weg“ ist als faschistisches Projekt im Aufbau begriffen und versucht dabei immer wieder innerhalb der extremen Rechten für ihr Konzept zu werben und sich als führende Kraft zu präsentieren.

In Baden-Württemberg war die faschistische Partei zu Anfangs vor allem in Göppingen, Villingen-Schwenningen und Rottenburg a.N. aktiv.
Antifaschistischer Widerstand ließ dort nicht lange auf sich warten und so schickten sich einige Antifaschist*innen an, auch in Rottenburg a.N. über die Kleinstpartei zu informieren, auf deren rechte Aktivitäten aufmerksam zu machen und vor allem um ihrem antifaschistischen Widerstand Ausdruck zu verleihen.
Die vielschichtige antifaschistische Präsenz in der Stadt schien auch an den Faschisten des
„III. Wegs“ nicht vorbeigegangen zu sein. So versuchten einige Mitglieder der Partei am 29.04.2017 einen antifaschistischen Infostand in der Neckarstadt anzugreifen.
Die anwesenden Antifaschist*innen reagierten so besonnen, dass sich die Angreifer schnell gezwungen sahen das Weite zu suchen.
Diese Antifaschist*innen sind nun von Repression betroffen!

Mehrere Monate später gab es in Villingen-Schwenningen eine, in diesem Kontext begründete, Hausdurchsuchung der Polizei. Am frühen Morgen des 8. August 2017 stürmten BFE Polizisten in Begleitung der Kripo Esslingen eine Wohngemeinschaft. Der Grund: Zwei Genoss*innen aus der Doppelstadt wirft die ermittelnde Staatsanwaltschaft vor in Rottenburg den Faschisten erfolgreiche Gegenwehr geleistet zu haben.
Während der Hausdurchsuchung wurden zahlreiche Gegenstände beschlagnahmt, ein Großteil davon musste von der Polizei schon bald darauf wieder ausgehändigt werden.
Was bleibt ist die Kriminalisierung aktiver Antifaschist*innen. Mit der Repression stellt die Staatsanwaltschaft und Polizei die Tatsachen mal wieder auf den Kopf: antifaschistische Gegenwehr wird verfolgt und soll bestraft werden, die Faschisten, von welchen der Angriff ausging, werden geschützt und als Opfer dargestellt.
In den kommenden Prozessen werden auch Faschisten aus dem Kreise der eigentlichen Angreifer als Zeugen fungieren – mit dem Ziel die Anklagen der Staatsanwaltschaft zu stützen und dem Gericht die passenden Aussagen zu einer Verurteilung von Antifaschist*innen zu liefern.
Auch Antifaschist*innen aus Tübingen sind von dieser Repression bedroht!

Zur Unterstützung dieser Antifaschist*innen hat sich ein Kreis von Aktivist*innen gegründet, um die Betroffenen solidarisch zu Unterstützen. Konkret heißt das für uns, dass wir unsere Genoss*innen nicht alleine lassen werden. Ihre Prozesse solidarisch und politisch begleiten und die Soliarbeit koordinieren.

Aufgabe einer aktiven antifaschistischen Bewegung, als ein Teil dessen wir uns begreifen, ist es Menschen die von Repression betroffen sind nicht alleine zu lassen. Wichtiger Bezugspunkt einer antifaschistischen Bewegung ist der aktive Widerstand!

Zeigen wir uns mit dem Angeklagten solidarisch und begleiten sie vor Gericht. Stehen wir gemeinsam für eine aktive linke antifaschistische Bewegung ein.

Für Solidarität und Widerstand!
Kontakt: SoWi@mtmedia.org Homepage: http://otfr.blogsport.de/solidaritaet-widerstand/

Unterstützer*innen:
Antifaschistische Aktion Karlsruhe, Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart, Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen, Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen, Antifa Reutlingen/Tübingen, Epplehaus Jugendzentrum e.V., iL Tübingen, Rote Hilfe Stuttgart, Wohnprojekt Ludwigstraße15 Tübingen, Trotz Alledem!, Offenes antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen, Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region (OTFR), 4-Häuser Projekt Tübingen

[Augsburg] Bericht über die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag

für weitere Bilder checkt: Tueinfo

Wir haben in Augsburg am 30. Juni mit vielfältigen Aktionen eine Antwort auf den gesellschaftlichen Rechtsruck gegeben. Nicht nur gegen die rechte Sammlungspartei AfD mit ihrem immer stärkeren faschistischen Flügel, sondern auch gegen die sich rasend radikalisierende Regierungspartei CSU. Gegen rassistische Hetze, mörderische Abschiebe- und Abschottungspolitik waren Tausende auf der Straße. Die CSU wollte den ersten AfD-Bundesparteitag in Bayern im abgelegenen Messezentrum mit einer Polizeiarmee schützen, die jeden kämpferischen antifaschistischen Widerstand im Keim ersticken sollte. Doch der Tag hat gezeigt: entschlossenes Handeln lässt sich nicht unterbinden!

Am frühen Morgen startete eine Outing-Aktion gegen den stellvertretenden Schatzmeister der AfD in Augsburg Andreas Jurca im Stadtteil Pfersee. Plakate und gesprühte Parolen an seinem Wohnhaus rissen ihn aus der Anonymität. Jede*r diese*r rassistischen Hetzer*innen ist verantwortlich für Übergriffe und mörderische Abschottung und kann jederzeit persönlich dafür zur Verantwortung gezogen werden. Parallel zog eine Demonstration mit Pyrotechnik vor die Augsburger CSU-Zentrale. Ungehindert von der Polizei und dem im Vorfeld angekündigten Objektschutz.

Obwohl die Polizeiführung das Messezentrum und die Zufahrten massiv mit Gittern, Fahrzeugen und Hundertschaften abgeriegelt hatte, gab es mehrere Blockadeversuche durch entschlossen handelnde Antifaschist*innen, die so den Beginn des Parteitags verzögern konnten. Das war nur möglich, weil ein breites gesellschaftliches Bündnis gemeinsam Protestformen koordiniert hat und man sich nicht ausschließlich in der von der Polizei belagerten Zone an Sperren abarbeitete, sondern eigenständige Akzente gesetzt wurden. Klar ist allerdings auch: mit einer stärkeren Mobilisierung verschiedener antifaschistischer Spektren hätten wir den Antreiber*innen des Rechtsrucks vielleicht größeren Schaden bereiten können.

Zum Abschluss beteiligten sich 5.000 Menschen an der Demonstration vom Messezentrum zum Rathausplatz. Ein starker antikapitalistischer Block mit mindestens 800 Menschen beteiligte sich an der Demonstration und ergänzte den vielfältigen Ausdruck mit einem Toptransparent „Klassenkampf statt Vaterland“ und Pyrotechnik. Dass am Ende ein CSU-Politiker, der Augsburger OB Gribl auf der Schlusskundgebung auftrat, wurde mit dem Bewurf durch Eier, Tomaten, Plastikflaschen und Böllern quittiert.

Die CSU ist für ihren Machterhalt bei der Landtagswahl bereit im Wettstreit mit der AfD skrupellos Rassismus, Hass und Vorurteile gegen Geflüchtete zu schüren. „Heimatminister“ Seehofer ist mitverantwortlich für die Todesopfer der mörderischen Abschottung Europas, indem er Lebensrettung für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer verhindert und kriminalisiert. Die AfD ist insofern die eigentliche Schwesterpartei der CSU. Beide Parteien vertreten die Interessen der Kapitalbesitzenden und betreiben eine Arbeiter*innen-feindliche Politik. Beide Parteien organisieren faktisch einen rassistischen Krieg gegen Menschen auf der Flucht.

Der Tag mit einem absurd hohen Bullenaufgebot hat einmal mehr gezeigt, dass ein voranschreitender Rechtsruck die Ausgangsbedingungen für antifaschistischen Widerstand erheblich erschwert und die Aktionsformen dementsprechend angepasst werden müssen. Durch Asymmetrie und Unberechenbarkeit – ohne dabei zu vergessen, dass wir möglichst viele Leute erreichen und in diesen Kampf einbinden möchten! – wurde in letzter Zeit immer wieder gezeigt, wie ein Umgang mit der neuen Situation in Zukunft aussehen könnte. Diese Ansätze sollten diskutiert und entsprechend weiter entwickelt werden!

Denn: Wir befinden uns in einer historischen Situation, in der es gilt, den Rechtsruck und die gesellschaftliche Barbarei mit allen Mitteln abzuwenden, die notwendig sind. Insofern war Augsburg nur eine Schlacht, aber der Kampf geht weiter!

[Reutlingen] Kundgebung gegen den sog. Bürgerdialog der AfD: Dem Rassismus keinen Raum und den Hetzern keine Ruhe!

Im Folgenden dokumentieren wir den Zugtreffpunkt des Offenen Treffens gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region und unterstützen den Aufruf!

Kundebung am Freitag, 29. Juni 2018 um 17:30 Uhr auf dem Reutlinger Marktplatz gegen die AfD-Veranstaltung im Reutlinger Spitalhof!

Zugtreffpunkt für Tübingen:

Freitag, 29. Juni 2018
16:45 Uhr
Tübingen HBF

Zum Aufruf kommt ihr HIER

Zum Bericht über die Kundgebung und für Fotos checkt die homepage von OTFR

[Augsburg] BUSANREISE aus Tübingen gegen den AfD-Parteitag: Keine Ruhe den rechten Hetzern!

…man muss den rollenden Schneeball zertreten, die Lawine hält keiner mehr auf!

Erich Kästner

Es gibt eine gemeinsame Busanreise aus Tübingen am 30. Juni 2018 nach Augsburg.
KARTEN für den Bus könnt ihr am Mittwoch, 20. Juni 2018 und am Mittwoch, 27. Juni 2018 ab 21:00 Uhr in der Hausbar der Schellingstaße 6 kaufen..
Wenn ihr diese Termine nicht wahrnehmen könnt, schreibt uns gerne ein Mail an: antifaaufbautue@mtmedia.org.

Alle wichtigen Informationen erhaltet Ihr bei der Infoveranstaltung am Freitag, 15.06.2018 ORT: CLUBHAUS (Wilhelmsstraße) um 19:00 Uhr.

Aufruf:

Am Wochenende des 30. Juni bis zum 1. Juli 2018 wollen mitten im rechts geprägten bayrischen Landtagswahlkampf 600 Delegierte der sog. „Alternative für Deutschland” für ihren Bundesparteitag zusammenkommen.

Der Parteitag wird das Programm der Partei noch weiter nach rechts verschieben. Die Delegierten vernetzen sich, planen und entwickeln ihre Strategie.

Die Partei besteht aus Funktionären, die aus der gesellschaftlichen Elite kommen und sich als eine Alternative zum herrschenden System darstellen. Tatsächlich sind sie nur eine andere Fraktion innerhalb der bestehenden kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse. Die AfD ist eine Partei, die Rassismus, Sexismus, Homophobie und Hass auf Arme und Arbeitslose aktiv in die Gesellschaft trägt.

Sie ist die Partei des Rechtsrucks. Aus der Krise des Kapitalismus gewinnt sie an Stärke, da sie einen Unmut in der Gesellschaft falsch kanalisiert. Sie ist aber nicht nur ein Akteur dieser Verschiebung, sie organisiert diese und treibt den Rechtsruck voran.

So hat sich die Partei in vielen Orten, mit Bürgerbüros, Stammtischen und regelmäßigen Veranstaltungen beinahe etabliert. Ihre Sitze in den Parlamenten nutzt sie als Bühne für ihre Hetze und als Geldquelle, so beschäftigt die Bundestagsfraktion mehrere klassische Neonazis als “Mitarbeiter”. Darüber hinaus unter- stützt sie viele rechte Organisationen und Spektren, wie die Identitären durch Geld und Infrastruktur und führt rechte Bündnisse aus Rassisten, rechten Hooligans, offenen Faschisten, Ultrareligiösen und verschwörungstheroetischen Spinnern an.

Kurz gesagt, die AfD hat neben ihrer parlamentarischen Verankerung eine führende Rolle in der Organisation einer rechten Bewegung auf der Straße und in den gesellschaftlichen Debatten eingenommen.
Leider wird dies in der Gesellschaft von vielen so hingenommen. Ellenbogenmentalität und Vereinzelung führen zu einer Passivität und zu einem Mangel an politischem Widerstand gegen diese Rechtsentwicklung. Protest und Widerstand gegen den Rechtsruck ist jedoch wichtig und richtig! Der Rechtsruck verschlechtert unsere Lebenssituation und zieht sich durch verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Zum Beispiel durch dieDiskriminierung von Migran- tInnen, die Hochrüstung des Polizeiapparats und eine aggressive Kriegspolitik nach außen. Diese Entwicklung darf nicht ignoriert werden und der Widerstand gegen diesen Angriff darf nicht im Schreiben kluger Texte aufhören.

Wir können nicht verhindern, dass rechte Strukturen sich formieren und immer wieder neu entstehen. Die Grundlage rechter Ideen ist und bleibt eine kapitalistische Wirtschaft und eine Gesellschaft der Konkurrenz. Erst mit der Überwindung dieser können wir die Angriffe der Rechten endgültig konsequent zurückdrängen. Was wir aber als antifaschistische Bewegung tun können und müssen ist massenhaft Leute, insbesondere auch Lohnabhängige zu gewinnen, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Und zwar nicht nur aus moralischen Gründen, sondern aus ihren objektiven Interessen heraus.
Auch der weiße, heterosexuelle Lohnabhängige mit gesichertem Arbeitsplatz, der nicht unmittelbar selbst von prekären Lebensbedingungen betroffen ist hat ein objektives Interesse am antifaschistischen Kampf und Zurückdrängen der Rechten. Denn wenn Nazis und Reaktionäre gegen Linke und fortschrittliche Bewegungen vorgehen, dann gehen sie gegen die einzigen Kräfte vor, die sich jetzt und in Zukunft konsequent an der Seite der Lohnabhängigen für ihre Interessen einsetzen.

Die Gegebenheiten für den Protest gegen den Bundesparteitag sind nicht einfach. Die Polizei wird ihre militärische Übermacht ausspielen und die Rechten fahren bewusst an die Messe, wo Widerstand leicht erschwert werden kann.

Doch wir dürfen es nicht hinnehmen, dass rechte Hetzer sich organisieren. Der Widerstand gegen Rechts bietet auch Chancen und Möglichkeiten für uns. Wir müssen kontinuierlich längerfristig angelegte Strukturen erarbeiten, um eine antifaschistische Organisation aufzubauen. Wir müssen eine konsequente Praxis haben und ansprechbar sein.

Dabei sollen alle mitmachen, die etwas gegen Nazis und Rechte unternehmen wollen: SchülerInnen, Azubis, Studierende, Lohnabhängige und Angestellte… alle brauchen wir, um eine starke, schlagkräftige Gegenmacht aufzubauen!

Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart

Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen

Antifaschistische Aktion Karlsruhe

Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen

Antifaschistischer Aufbau München